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WISSENSCHAFT

ZBT eröffnet neues Wasserstofftestfeld an der Uni DUE

NRW-Ministerpräsident Laschet konnte bei der Eröffnung des Testfelds auch ein Wasserstoffauto und seine Betankung ausprobieren.

[Foto: David Peters]

07.07.2019 14:40 - David Peters

Wasserstoffautos soll die Zukunft gehören. Deswegen eröffnete das Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) ein neues Wasserstofftestfeld am Duisburger Campus. Zur Eröffnung des Testfelds an der Universität Duisburg-Essen (UDE) kam auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

In Duisburg soll zukünftig die komplette Kette, von der Erzeugung des Wasserstoffes bis hin zur Betankung von Fahrzeugen mit Wasserstoff erprobt werden. Die Wissenschaftler*innen des ZBT wollen sich insbesondere mit den Fragestellungen der Effizienz, Sicherheit, Qualität, Wirtschaftlichkeit sowie Verfügbarkeit und den regulatorischen Rahmenbedingungen einer geeigneten Wasserstoff-Infrastruktur befassen. Dazu befinden sich auf dem Testfeld verschiedene Elektrolyse-Verfahren, eine Wasserstoff-Befülleinheit und ein Qualitätslabor. Mit dem Labor soll auch die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur und die Optimierung der Brennstoffzellentechnologie unterstützt werden. Das Wasserstofftestfeld soll damit auch einen Beitrag dazu leisten, die Alltagstauglichkeit der Technologie, insbesondere der Wasserstoffautos, zu erhöhen.

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Die Verkehrswende aktiv gestalten

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung des Testfelds vorbeizuschauen, zumal das Testfeld vom Land NRW und dem Bund gefördert wird. Vor seiner Rede unternahm Laschet noch eine kurze Testfahrt mit einem Wasserstoffauto des ZBT. Laschet lobte die Arbeit der Forscher*innen und wies daraufhin, dass Wasserstoff die Zukunft der Mobilität sei, auch wenn die synthetischen Kraftstoffe für eine Übergangsphase weiterhin von Nöten seien.
„Hier werden Brennstoffzellensysteme als Bausteine künftiger Energieversorgungsstrukturen entwickelt und erprobt und ihr Know-how ist deswegen von großer Bedeutung. Sie leisten einen Beitrag zur Verkehrswende und auch zur Energiewende“, so Laschet.

Wasserstoffautos unterscheiden sich hinsichtlich der Reichweite kaum von normalen PKWs. Der Vorteil gegenüber Elektroautos liegt darin, dass die Wasserstofffahrzeuge nur wenige Minuten zum Auftanken benötigen – Elektroautos hingegen mehrere Stunden. 
Gerade in Zeiten der Fridays for Future-Demonstrationen sind Alternativen zu herkömmlichen Kraftstoffen und Fahrzeugen wieder im Fokus der Öffentlichkeit. „Wir merken, dass das Thema öffentlich, auch durch die Demonstrationen plötzlich ganz oben auf der Tagesordnung stand. Das Kunststück muss es jetzt sein, selbst wenn das Thema wieder verschwinden sollte, dass wir weiter am Thema Klimaschutz arbeiten”, kündigt Ministerpräsident Laschet an.

Duisburg federführend beim Thema Wasserstoff

Auch der Rektor der UDE Ulrich Radtke, der ankündigte zukünftig ein Wasserstofffahrzeug fahren zu wollen, zeigte sich begeistert: „Wir haben seit 16 Jahren auf die Wasserstoffforschung und das ZBT gesetzt, entgegen aller Widerstände. Wir freuen uns, dass es so erfolgreich weitergeht. Wir stehen zu dieser Technologie, sie hat ihre unbestreitbaren Vorteile. Das ZBT ist am richtigen Standort, hier in Duisburg, an dieser Universität.“ Er unterstrich damit die Bedeutung der UDE und des ZBT in der Wasserstoffforschung, wie auch sein Vorredner Laschet, der die UDE als federführend beim Thema Wasserstoff in NRW und weit darüber hinaus bezeichnete. 

 

[Fotos: David Peters]

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