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WISSENSCHAFT

Was ist ein Ödem?

Füße im Wasser sind angenehmer als umgekehrt. [Symbolfoto: pixabay]
28.11.2019 14:18 - Magdalena Kensy

Ödeme, hört sich erstmal sonderbar an und auf Anhieb weiß man nicht, was gemeint ist. Bekannter ist die Bezeichnung „Wasser in den Beinen“. Doch was tut das Wasser in den Beinen eigentlich? Warum es dort hingelangt, was es bedeutet und wie es vermieden werden kann, erklärt die angehende Ärztin Susanne*. Sie ist Medizin-Studentin im fünften Fachsemester. 

Morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem zu Bett gehen fühlen sich die Beine manchmal schwer an und sehen geschwollen aus. Mit dem Finger einmal auf die Haut gedrückt, verfärbt sie sich leicht gelb an der Druckstelle, die so schnell nicht zurück geht. Susanne erklärt: „Wenn man den ganzen Tag nur sitzt oder steht, ist es gar nicht so unüblich. Meistens sind dann die Fußknöchel angeschwollen.“ 
Bei Schwangeren, Frauen* während der Periode oder Menschen nach einem langen Flug, kann Flüssigkeit in die Beine gelangen, die meistens nach dem Hochlegen der Beine oder einer Fußgymnastik schnell wieder verschwindet. Auch Kompressionsstrümpfe können dabei Abhilfe schaffen. „Der Grund dafür ist die statische Belastung. Bei Beinen entstehen Wassereinlagerungen am schnellsten, gehen dafür aber auch recht einfach wieder weg“, erläutert Susanne.Wie Ödeme entstehen ist

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recht leicht und schnell erklärt. Aus dem Gefäßsystem, das die Blut- und Lymphgefäße umfasst, tritt Flüssigkeit aus. Diese Flüssigkeit sammelt sich dann im interstitiellen Raum an. Dieser Raum wird auch als Zwischenraum zwischen Organen, Gewebe und Zellen bezeichnet. Ödeme können somit nicht nur in den Beinen entstehen. „Wenn Wassereinlagerung an anderen Stellen vermehrt auftauchen, steckt meistens mehr dahinter“, so Susanne. Klinisch werden Ödeme erst festgestellt, wenn mindestens zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit an den betroffenen Stellen eingelagert sind. Susanne erläutert: „An den Gliedmaßen kann es zu schmerzhaften Schwellungen kommen oder Spannungsgefühle hervorrufen.“ 

Ursachen und Abhilfe 

Die Ursachen für Ödeme können vielfältig sein. So wie sie den ganzen Körper betreffen können, können sie auch nur an einer bestimmten Region im Körper auftreten. Susanne zeigt verschiedene Gründe auf, wodurch Wassereinlagerungen entstehen können. „Allein durch bestimmte Medikamente oder sogar durch die Nahrungsaufnahme ist es möglich  dass sich im Körper vermehrt Wasser ansammelt. Das sind mit die harmlosesten Gründe.“ Infektionen oder Allergien könnten ebenso Ursachen sein. 

Warum Betroffene jedoch unter geschwollenen Beinen leiden, muss immer mit dem Arzt abgeklärt werden. Denn es können auch Erkrankungen hinter dem Symptom stecken. „Der wohl häufigste Grund ist eine Venenschwäche. Organerkrankungen oder Stoffwechselstörungen können ebenso Wassereinlagerungen
verursachen. 
Sobald der Grund für die Bildung der Ödeme beseitigt wird, entwickeln sich die Wassereinlagerungen vollständig und ohne bleibende Schäden wieder zurück. Chronische Ödeme können jedoch zu Veränderungen des Gewebes führen, die meist dauerhaft sind. „Die Behandlung der Ödeme erfolgt mit Hilfe von Medikamenten oder wenn möglich mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen“, schildert Susanne.

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