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WISSENSCHAFT

Was ist die beste Grundlage für einen Abend voller Alkoholkonsum?

Auch ein Genussmittel ist mit Vorsicht zu genießen. [Foto: Magdalena Kensy]

21.04.2020 13:03 - Magdalena Kensy

Das Anstoßen auf das bestandene Semester oder der ruhige Abend während der Quarantäne. Ganz egal wobei und wozu, der Griff zu einem gekühlten Feierabendbier oder zum Gläschen Wein ist nicht weit entfernt. Doch was sollte bestenfalls im Magen sein, wenn es nicht bei einem Gläschen bleibt? Was die beste Grundlage vor dem Alkoholkonsum darstellt und damit ihr den Morgen danach genießen könnt, erfahrt ihr hier.

Bier ist das Volksgetränk der Deutschen. Bei Fußballspielen oder auf den Wies’n, die Zauberformel lautet: Bier nicht auf leeren Magen trinken. Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, vor dem ersten Bier zur Bratwurst, Kartoffelsalat, Nudeln oder zu einem Eiergericht zu greifen. „Fett und Kalorien machen dem Alkohol zu schaffen.“ Eine gut durchblutete Magen- und Darmschleimhaut bei gleichzeitig leerem Magen führt zu schneller Alkoholresorption. Wenn sie durch wasserabweisende Substanzen wie Fett und Öl bedeckt ist, wird die Resorption, also die Wiederaufnahme, verlangsamt und der Alkoholspiegel steigt langsamer an, erklärt Endokrinologe Rolf-Dieter Hesch die Funktion des fetthaltigen Essens. Während des Konsums bieten sich als Snacks Erdnüsse, Käse oder Oliven an. Salzige Speisen gleichen den Natriumhaushalt im Körper aus. Zur Erinnerung: nur weil im Martini eine Olive schwimmt, ist das nicht gleich ein Ersatz für eine Mahlzeit.

‚Bier auf Wein, das lass sein‘

Wer sich als Biertrinker*in ausschließen kann, greift häufig zu Sprudelalkohol wie Sekt oder Mischgetränken aus Alkohol und Softdrinks. Doch auch bei ihnen braucht man eine solide Grundlage. „Bei zuckerreichen und kohlensäurehaltigen Getränken geht der Alkohol noch schneller ins Blut, weil sie die Magenschleimhaut stärker

durchbluten“, erklärt Gahl. Dasselbe Prinzip tritt auch ein, wenn verschiedene alkoholische Getränke durcheinander getrunken werden. Das Sprichwort „Bier auf Wein, das lass sein“ oder „Wein auf Bier, das rat ich dir“ kann Hesch historisch erklären: „Bier war früher das Getränk der armen Leute, Wein das der Reichen. Der Spruch rät einem also nur, dass man seinen Reichtum nicht verlieren soll, es hat nichts mit dem Vertragen der Sorten zu tun.” 

Dass der Kopf am nächsten Tag doch mal brummt, liegt hauptsächlich am Abbau von Alkohol, der zu Flüssigkeitsverlust im Körper führt, erklärt Gahl. Schon während des Konsums zu einem nicht-alkoholischen Getränk zu greifen kann  vorbeugen. Doch auch Obst, Gemüse und Salziges helfen dem Körper, Flüssigkeit aufzunehmen und am Tag danach leichter auf die Beine zu kommen. Gerade Mineralwasser enthält hohe Anteile an Magnesium und Natrium, die bei der Dehydrierung während des Konsums verloren gehen. Im Allgemeinen sollte beim Alkoholkonsum beachtet werden, dass Neurotransmitter beeinträchtigt werden. Sie können ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen, wobei das Gleichgewichtsgefühl, das Sprachvermögen, die Reaktionsschnelligkeit und die Urteilskraft betroffen sind. Alle Funktionen nehmen im betrunkenen Zustand rapide ab. Daher sollte beim Konsum immer Vorsicht geboten sein.

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