Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

WISSENSCHAFT

Studie nimmt Wirkung neuer Medien in Corona-Krise in den Blick

Wie wirken Medien in Krisenzeiten? [Foto: pixabay]

01.04.2020 16:06 - Jacqueline Brinkwirth

Medien spielen gerade in Krisenzeiten eine wichtige Rolle. Doch wie sich neue Formate wie Podcasts – gerade auch mit wissenschaftlichem Schwerpunkt – auf Medienkonsument*innen auswirken, ist bislang wenig erforscht. Judith Meinert und Jessica Szczuka arbeiten als Doktorinnen am Lehrstuhl für Sozialpsychologie an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und wollen mit einer Studie diese Forschungslücke schließen.

Während der Corona-Krise sind Medien die Zugangsquelle für Informationen zum Verlauf der Pandemie, Gegenmaßnahmen und politische Entscheidungen. Neben Nachrichtensendungen in Fernsehen und Radio und klassischen Zeitungsartikeln, erleben aber gerade auch neue Formate wie Podcasts und wissenschaftliche Sendungen einen erheblichen Zulauf. Damit beschäftigen sich auch Judith Meinert und Jessica Szczuka am Lehrstuhl für Sozialpsychologie: Medien und Kommunikation. „Zu Beginn der aufkommenden Maßnahmen, also beispielsweise der Kontaktsperre, haben wir uns besprochen und gemerkt, dass wir beide dem Wissenschaftspodcast Coronavirus Update zuhören”, erklärt Szczuka. Sie forscht im Bereich Mensch-Computer-Kommunikation. „Daraus entwickelte sich die Frage, inwiefern der Konsum von Wissenschaftskommunikation einen Einfluss auf die faktische und emotionale Einschätzung der aktuellen Lage haben kann.” 

Was wird untersucht?

Meinert und Szczuka arbeiteten sich daraufhin genauer in das Thema ein und entwickelten eine Studie, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.

„Laborexperimente sind momentan ja ausgeschlossen, deswegen haben wir erst unsere Theorie aufgebaut und daraus einen Fragebogen entwickelt”, erläutert Szczuka das Vorgehen. In der Studie wird unter anderem abgefragt, in welcher Form Nachrichten in einer Krisensituation wie der weltweiten Corona-Pandemie verfolgt werden und wie darüber hinaus die aktuelle Situation wahrgenommen wird. „Durch die Studie erhoffen wir uns zu untersuchen, inwiefern neue Medien wie Podcasts das Aufnehmen von Wissenschaftskommunikation unterstützen können und wie Informationen direkt von Wissenschaftlern gerade zu Krisenzeiten so positive Effekte haben können, zum Beispiel auf den emotionalen Zustand oder das Faktenwissen.”


Bis zum 3. April können Interessierte hier an der Studie teilnehmen.

Wie erstelle ich einen Lernplan?

Planlos zu lernen ist stressig und kann schlecht ausgehen
 

–>Mein Campuserlebnis<–

Viele Dozierende scheinen sich nur zu sorgen, dass wir Studis nur faulenzen könnten.
 

Schöne, heile (Insta-)Welt?

Es ist nicht immer alles Gold was glänzt: eine Kolumne über die Scheinwelt Instagram.
 
Konversation wird geladen