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WISSENSCHAFT

Stress und schlechte Laune per App abbauen

Wenn der Kopf fast platzt… [Foto: pixabay]

11.12.2020 16:38 - Jacqueline Brinkwirth

Mit dem PAX Mood Tracker hatte Doktorandin Helma Torkamaan in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftler:innen der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine App entwickelt, die Stimmungsveränderungen am Smartphone nachvollziehen kann. Nun hat das Forscher:innen-Team die Anwendung weiterentwickelt: Die App PAX-Stressresilienz soll mit Mini-Interventionen beim Stressabbau helfen und so langfristig die Stressresistenz erhöhen. Ob und wie das funktionieren kann, wollen Torkamaan und ihre Kolleg:innen nun in einer Studie herausfinden.

Wie Menschen Stress wahrnehmen, ist individuell  unterschiedlich. Ebenso ist es von Person zu Person abweichend, wie sich das eigene Stresslevel bemerkbar macht und welche Strategien beim Stressabbau Linderung schaffen. Häufig können schon kleine Unterbrechungen im Alltag helfen, das persönliche Wohlbefinden zu verbessern und damit langfristig die Resistenz gegen Stress zu erhöhen. Genau nach diesen Prinzipien haben Forscher:innen der UDE eine App entwickelt, die Nutzenden durch gezielte Empfehlungen helfen soll, die Alltagsroutine zu durchbrechen.

Stressabbau per Smartphone

Grundlegend für die App waren die Forschungsergebnisse, die Doktorandin Helma Torkamaan zuvor mit dem PAX Moodtracker sammeln konnte. „Da ging es uns zunächst nur darum, die am besten geeignete Nutzeroberfläche für die Erfassung der Stimmung zu finden. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter“, berichtet sie. Die neue App erfasst dafür die aktuelle Stimmung und bestimmte Verhaltensweisen, ebenso einige Nutzungsdaten des Smartphones. Die Hauptaufgabe der App ist jedoch, Empfehlungen wie „Mache eine Achtsamkeitsübung“ oder „Schau dir ein lustiges Video auf YouTube an“ zu geben. Diese Mini-Interventionen sollen aktiv zum Stressabbau beitragen. Doch kann eine App das überhaupt leisten? „Wir wissen inzwischen, dass die Art und Weise, wie wir mit unserem Smartphone und den darauf installierten Apps interagieren, ein Indikator für unsere Stimmung und für Stress sein können“, erklärt Torkamaan. „Unser Ziel ist es, das PAX nicht nur feststellt, wann man gestresst ist, sondern auch eine Vorhersage darüber treffen kann und Vorschläge macht, wie man damit besser umgehen kann.“

Studie soll Wirkung überprüfen

Um zu prüfen, ob und inwieweit die App diese Erwartungen erfüllen kann, suchen Torkamaan und ihre Kolleg:innen der Arbeitsgruppe „interaktive Systeme“ Proband:innen, die die App im Rahmen einer Studie zwei Wochen lang testen. Die Daten aller Nutzenden werden für den Zeitraum daher anonym gespeichert. Bisher ist die App für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem konfiguriert und kann von Interessierten kostenlos heruntergeladen werden. Helma Torkamaan hofft auf viele freiwillige Testpersonen: „Wir wollen ein Gesundheitsempfehlungssystem entwickeln, das mit gezielten personalisierten Interventionen die Gesundheit der Nutzer verbessert. Dafür benötigen wir die Daten aus der Testreihe.“

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