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WISSENSCHAFT

|Theorieklatsche|

17.09.2018 13:44 - Sophie Schädel

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem belastendes Ereignis. Das können zum Beispiel ein Verkehrsunfall oder Gewaltverbrechen sein, aber auch Naturkatastrophen, Flucht oder eine Krebserkrankung. Wenn die Betroffenen in solch einer traumatischen Situation Angst, Kontrollverlust und Schutzlosigkeit erleben, können sie an PTBS erkranken.

Was bei PTBS im Gehirn genau passiert, ist noch nicht hinreichend erforscht. Typisch ist das Wiedererleben des Traumas. Das geschieht zum Beispiel in Flashbacks oder Albträumen. Sogenannte Trigger, beispielsweise ein Geräusch oder ein Geruch, können  Erinnerungsfetzen ungewollt wieder hervorbringen. Viele Betroffene verdrängen aber auch aktiv Teile des Traumas und damit zusammenhängende Emotionen. Sie werden teilnahmslos und vermeiden Situationen und Dinge, die sie an das Trauma erinnern könnten. Hinzu kommt, dass Viele sich aufgrund einer Schutzmaßnahme des Gehirns an Teile des Erlebnisses nicht mehr erinnern können. Manchmal erlangen Betroffene Jahre später ihre Erinnerungen daran wieder zurück.

Wer an PTBS erkrankt, leidet zudem häufig an Schlafstörungen, ist leicht reizbar und schreckhaft, kann sich nicht konzentrieren und reagiert teils aggressiv. Eine solche Störung kann das Selbst- und Weltbild der Erkrankten erschüttern und sie Schuldgefühle durchleben lassen. Zudem kann PTBS Suchterkrankungen, Depressionen und andere psychische Erkrankungen nach sich ziehen.

Jeder zweite Mensch erlebt mindestens einmal im Leben ein traumatisches Ereignis. Doch Trauma ist nicht gleich PTBS: Eine Situation kann einen Menschen erkranken lassen und einen anderen nicht weiter belasten. Das PTBS-Risiko ist höher, wenn die Traumatisierung durch Menschen hervorgerufen wird, wie bei Vergewaltigungen oder Kriegshandlungen. Gene und eventuelle frühere Traumata beeinflussen ebenfalls die Chancen, langfristig unbeschadet aus einem traumatischen Ereignis hervorzugehen. Nicht nur die direkten Opfer eines Traumas können an PTBS erkranken. Auch Angehörige oder Augenzeug*innen sind gefährdet. Insgesamt erkranken acht Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens an PTBS.Wer wissen will, ob PTBS vorliegen könnte, kann sich selbst testen, zum Beispiel unter klinik-friedenweiler.de. Solche Tests können keine Diagnose ersetzen, aber einen ersten Anhaltspunkt geben.

Was hilft?

Traumatherapien sollen den Betroffenen helfen, die ungewollten Erinnerungen zu kontrollieren, die Symptome wie Angst und Schlafstörungen abzubauen und das Trauma in die Lebensgeschichte zu integrieren. Die Chancen einer Heilung sind hoch, wenn die Therapie früh beginnt. Die Hälfte aller Erkrankten wird sogar ohne Behandlung wieder gesund. Ob ein Trauma zu PTBS führt, hängt unter anderem davon ab, ob Betroffene ein unterstützendes soziales Umfeld haben, das zuhört und Verständnis zeigt. Solltet ihr oder jemand aus eurem Umfeld unter einem Trauma leiden, bekommt ihr zum Beispiel unter weisser-ring.de Hilfe.
 

 

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