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WISSENSCHAFT

Krebsforschung: UDE-Absolvent untersucht Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie spielt die DNA eine wichtige Rolle. [Symbolbild: pixabay]

11.06.2021 15:47 - Özgün Ozan Karabulut

Emre Kocakavuk ist Absolvent der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). Als Erstautor um ein Forscher:innen-Team aus den USA und den Niederlanden hat er die Strahlentherapie untersucht, die in der Krebsbehandlung angewendet wird. Die Ergebnisse wurden nun in dem angesehenen Journal Nature Genetics veröffentlicht.

Bei einer Krebsbehandlung kommt die Strahlentherapie bei mehr als der Hälfte aller Krebserkrankungen zum Einsatz. Die Strahlung beschädigt hierbei die DNA der Tumorzellen. Damit wird bezweckt, dass sich die Krebszellen nicht vermehren können. Kleine Untergruppen der Zellen überleben jedoch immer wieder die ersten Strahlenbehandlungen. Der Krebs kann abermals auftauchen, falls sie sich erneut vermehren. Die überlebenden Zellen entwickeln oft eine Resistenz gegenüber zukünftigen Strahlentherapien und gefährden so eine erfolgreiche Behandlung.

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In der Forschung war bisher nicht geklärt, was nach einer Behandlung mit Strahlen in den Genomen von Krebszellen stattfindet. Die Forscher:innen um Kocakavuk haben in ihrem Ansatz Tumorproben von Patient:innen mit unterschiedlichen Krebserkrankungen untersucht. „Wir konnten zeigen, dass die Strahlentherapie zu einer großen Anzahl von Mutationen führt. Bei diesen Mutationen handelt es sich um kleine Deletionen, also Verlusten von Basenpaaren in der DNA“, erklärt der UDE-Absolvent. Die Verluste von DNA-Teilstücken kommen in einem typischen Muster vor, das als Deletionssignatur bezeichnet wird. Der Krebs kommt sehr wahrscheinlich zurück, wenn die Signatur nach der ersten Strahlentherapie beobachtbar ist.

Vielversprechende Aussichten für den neuen Ansatz

„Wie gut die Strahlentherapie wirkt, hängt offensichtlich davon ab, wie gut die Krebszellen die während der Behandlung auftretenden DNA-Schäden reparieren können“, so Kocakavuk. Wenn die Krebszellen die Schäden effektiv reparieren können, wirke sich das nachteilig auf das Überleben der Patient:innen aus. Die Forscher:innen sind optimistisch, dadurch einen neuen Ansatz zur verbesserten Krebstherapie hervorgebracht zu haben. „Wenn man den Reparaturprozess während der Strahlentherapie verlangsamt, könnte das die Wirksamkeit der Behandlung möglicherweise erhöhen."

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