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WISSENSCHAFT

Grünes Blut beim Tauchen?

Bei einem Trip in die Tiefen des Meeres kann Blut schonmal andere Farben annehmen. [Symbolfoto: pixabay, Bildquelle: lizenzfreies Foto]

03.06.2019 12:53 - Magdalena Kensy

Wer sich für verrückte Phänomene begeistern kann, ist vielleicht schon darüber gestolpert, dass Blut unter Wasser grün wird. Wir haben beim Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) nachgefragt, woran das liegt.

Für alle die dachten, dass Blut unter Wasser grün wird, kommt jetzt die enttäuschende Wahrheit: Unser Blut erscheint lediglich ab zehn Meter Wassertiefe grün, erklärt Klaus Jorke, Tauchlehrer beim VDST. „Licht setzt sich zusammen aus den verschiedenen Farben mit unterschiedlicher Wellenlänge, von Rot über Orange, Gelb, Grün, Braun und Violett bis Blau, wie bei einem Regenbogen, die zusammengesetzt weiß erscheinen”, erklärt er. Zur Veranschaulichung kann man das Licht an einem Prisma aufspalten und sieht dadurch die verschiedenen Farben.

Im Wasser wird Licht absorbiert. In derselben Reihenfolge wie im Regenbogen, von Rot nach Blau, verschwinden somit die Farben. „Schon ab fünf Metern Tiefe sind nur noch etwa fünf Prozent des Rotanteils vorhanden, wodurch rötliche Gegenstände wie Blut scheinbar ihre Farbe verlieren und braun, fast grau wirken.“ Jede weitere Farbe erfährt einen solchen Effekt, was dazu führt, dass ein grüner oder blauer Farbeindruck zurückbleibt, beschreibt Jorke weiter. Blut selbst leuchtet nicht, sondern wird von Lichtstrahlen getroffen, wobei das Blut reflektiert wird und so in unser Auge gelangt, so der Tauchlehrer. „Irgendwann ist kein Licht mehr vorhanden“, erläutert Jorke weiter. Von dem reflektierten Licht der Farbe des Blutes wird der Rotanteil im Wasser auf dem Weg zum Auge des Betrachters gefiltert. Da das Blut aber nicht nur rot ist, sondern auch kleine Anteile grün besitze, blieben dann im Wasser nur diese Reste übrig, die bei uns im Auge ankommen. Damit erscheint uns Blut grünlich, schlussfolgert Jorke.

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