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WISSENSCHAFT

Das Sonnenvitamin macht gute Laune

Sonne tanken [Symbolfoto: Magdalena Kensy] 
​​​​​​​30.03.2020 15:27 - Magdalena Kensy

Der Lenz, auch bekannt als Frühling, ist da, die Temperaturen steigen und die Sonne wirft ihre Strahlen auf unsere Gesichter. Schon jetzt können wir für die noch ferne Winterzeit Vitamin D sammeln und unserem Körper etwas Gutes tun, während wir in der Sonne sitzen. Welche Funktion hat Vitamin D und wie reagiert unser Körper darauf? Die Antworten liefern euch das Robert Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. 

Vitamin D, auch bekannt als „Sonnenvitamin“, soll ein Allheilmittel für den Körper sein. Der wichtigste Bereich, der unterstützt wird, ist der Muskel- und Knochenaufbau und die Knochengesundheit. Laut dem RKI werden 80 bis 90 Prozent des Vitamin D-Gehalts in der Haut mithilfe von Sonnenlicht gebildet. Entscheidend ist dabei die UV-B-Strahlung, die in der Wohnung hinter der Fensterscheibe für Menschen nicht aufzunehmen ist.

Ob wirklich ein Mangel vorliegt, kann nur anhand einer Blutmessung festgestellt werden.

„Die körpereigene Bildung ist von zirka März bis Oktober möglich. In dieser Zeit kann der Körper neben der akuten Bedarfsdeckung ebenfalls Vitamin D-Reserven im Fett- und Muskelgewebe anlegen, auf die er im Winterhalbjahr zurückgreifen kann“, so das RKI. Doch für die Aufnahme muss man sich nicht täglich in der Sonne aufhalten. 5 bis 25 Minuten am Tag Sonne tanken – abhängig von Hauttyp, Monat und Tageszeit – reichen. Ebenso genügt es, Hände, Gesicht und Teile von Armen und Beinen von der Sonne bescheinen zu lassen.  

Denn die Sorge der Menschen ist groß, dass im Winter die Symptome von Muskelkrämpfen, Müdigkeit und schlechter Stimmung wiederkehren könnten. Den Vitamin D-Bedarf in Form von Ernährung zu kompensieren, ist nicht unbedingt von Nöten und auch nicht möglich. Denn die Aufnahme über die Ernährung macht nur zirka 10 bis 20 Prozent in unserem Körper aus.  In Lebensmitteln kommt nur begrenzt Vitamin D vor. Die höchste Konzentration befindet sich laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in fetten Fischsorten, wie Lachs, Hering oder Makrele.

Pillen, Pulver, Schabernack 

Laut dem RKI hat der Großteil der deutschen Bevölkerung keinen Vitamin D-Mangel. Dennoch könnten 60 Prozent ihren Vitamin D-Spiegel etwas erhöhen, um die Wirkung optimal auszunutzen. Nahrungsergänzungsmitteln können dabei hilfreich sein. Solch eine Maßnahme sollte jedoch nicht ohne eine Absprache mit Hausärzt*innen erfolgen. Denn ob wirklich ein Mangel vorliegt, kann nur anhand einer Blutmessung festgestellt werden.

Die Bestimmung des Vitamin-D-Status erfolgt durch die Messung von 25-Hydroxyvitamin-D, kurz 25(OH)D, im Blutserum. Zur Beurteilung können verschiedene Referenzwerte genutzt werden. Die Kritik an Vitamin D Richtwerten im Blutserum zur Überprüfung wächst. Die Gesellschaft für Ernährung erachtet einen Wert von 30 Nanogramm pro Milliliter Blut für ideal. Das wären 100 Mikrogramm Vitamin D täglich. Bei einer regelmäßigen Überdosierung, können Wirkungen wie Bildung von Nierensteinen oder Nierenverkalkung die Folge sein. 
 

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