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WISSENSCHAFT

Corona: RKI warnt vor beunruhigendem Trend

Das Robert-Koch-Institut weist weiter auf die Notwendigkeit einer
Mund-Nasen-Bedeckung hin.[Symbolbild: David Peters]

03.08.2020 10:55 - David Peters

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt wieder. Expert*innen und Politiker*innen warnen vor einer zweiten Infektionswelle. Immer wieder gibt es Corona-Hotspots, wie beim Schlachtbetrieb Tönnies oder im bayrischen Manning. Reisende aus dem Ausland dürfen jetzt einen kostenlosen Corona-Test machen.

„Dieser Trend ist beunruhigend“, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) im täglichen Lagebericht zum Coronavirus am 2. August mit. In den letzten Wochen sei der Anteil an Kreisen, die in einem Zeitraum von einer Woche keine COVID-19-Fälle übermittelt haben, zurückgegangen. Inzwischen sind es rund 209.893 bestätigte Corona-Fälle in Deutschland, davon gelten nach Schätzungen des RKI rund 192.900 Menschen als Genesen (Stand: 2. August). Spitzenreiter der Neu-Infektionen sind Berlin, mit 8,5 Fällen pro hunderttausend Einwohner*innen, und Nordrhein-Westfalen mit 9,6 Fällen pro hunderttausend Einwohner*innen. In den letzten sieben Tagen verzeichneten fast alle Bundesländer einen Anstieg der Inzidenz (Fälle pro hunderttausend Einwohner*innen), so das RKI. Unter den zehn Kreisen mit der höchsten Inzidenz befinden sich auch die Ruhrgebietsstädte Herne (24,9), Bottrop (18,7), Duisburg (17,9) und Essen (17,8).

Von März bis Anfang Juli war die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle rückläufig, was auf die Vielzahl der Corona-Schutzmaßnahmen zurückzuführen ist. Seitdem nimmt die Fallzahl aber stetig zu, teilt das RKI mit. Außerdem komme es „zunehmend wieder zu einzelnen Ausbruchsgeschehen, die erhebliche Ausmaße erreichen können.“ Zu diesen Hotspots gehört auch das bayrische Manning, in dem sich über 200 Erntehelfer*innen mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Für bundesweites Aufsehen sorgte außerdem der Fall des Schlachtbetriebes Tönnies. Im nordrhein-westfälischen Gütersloh hatten sich im Juli über tausend Mitarbeiter*innen des Schlachtbetriebes angesteckt. Ausbrüche des Virus stehen aber auch im Zusammenhang mit „Alters- und Pflegeheimen und Krankenhäusern sowie mit Familienfeiern und religiösen Veranstaltungen oder in Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete.“

Gefährdung weiterhin hoch

Obwohl inzwischen ein großer Teil der Corona-Beschränkungen wieder aufgehoben wurde, schätzt das RKI die gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung weiter als hoch ein. Für Risikogruppen, wie alte Menschen oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, gilt die Gefährdung sogar als sehr hoch. „Die Zahl der täglich neu übermittelten Fälle war in der letzten Woche bereits angestiegen. Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, warnt das RKI. Das gelinge allerdings nur, wenn  die gesamte Bevölkerung Abstands- und Hygieneregeln konsequent einhält und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt.

Kostenlose Tests für Reisende

Für alle Reisende gibt es seit dem 1. August die Möglichkeit sich innerhalb von 72 Stunden kostenlos auf das Corona-Virus testen zu lassen, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit. Die Tests kann man beim Gesundheitsamt, an entsprechenden Teststationen am Flughafen, Bahnhof oder anderen Knotenpunkten oder beim niedergelassenen Arzt durchführen lassen. Dazu müssen Reisende aber einen entsprechenden Nachweis erbringen: „Dies kann zum Beispiel durch einen Boarding-Pass, ein Ticket, eine Hotelrechnung oder einen sonstigen Nachweis geschehen. Wichtig ist, dass der Einreisende glaubhaft machen kann, dass ein entsprechender Auslandsaufenthalt stattgefunden hat“, so das Ministerium. Gesundheitsminister Spahn kündigte zudem an, noch in dieser Woche eine Verordnung zu erlassen, die eine Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten vorsieht.

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