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STUDIUM & FREIZEIT

Wo kommt Halloween her?

(Foto: Lup)

15.10.2018 12:38 - Lucienne Ruppert

Schon Ende September fangen viele an, in Geschäften Kunstblut und weiße Gespenstergirlanden zu erwerben. Denn ob bei einer Kostümfeier oder einer Gruselfilmenacht gefeiert wird, in Deutschland ist Halloween ein Hit für Groß und Klein. Doch wo kommt diese freudig-schaurige Tradition eigentlich her?

Totenköpfe, dunkle Kleider, Masken, Blut. Ein Mal im Jahr verwandeln sich viele in eine fiese Gestalt, die nur Schrecken verbreiten wollen. Das Gruselfest nennt sich Halloween und zeichnet sich in Europa durch Kürbisse vor Haustüren und Horrorfilme im Fernsehen aus.

Doch eigentlich war der Tag des Schreckens mal für was ganz anderes gedacht: Um die Jahreszeiten Sommer und Winter voneinander abzugrenzen. So wurde der Sommer zur Zeit des Lebens und der Winter stand für den Tod. Seinen Ursprung findet Halloween also in dem keltischen Fest Samhain, das schon im 7.Jahrhundert in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November stattfand. Samhain war das keltische Neujahrsfest, da die Kelt*innen ihr Jahr in nur zwei Jahreszeiten aufteilten: Sommer, die Zeit des Lebens, und Winter, die Zeit der Toten. So wurde beim Samhain der Übergang von einem ins andere gefeiert und Verstorbene zelebriert. Bei der Feier wurden Speisen für die Toten vorbereitet, die dann von den Versammelten verzehrt wurden. Anschließend wurde ein Feuer entzündet, um die Seelen ins Totenreich zu führen. Dabei verkleidete man sich so angsteinflößend wie möglich, um böse Dämonen fernzuhalten.

Wo kommt der Name eigentlich her?

Im 13. Jahrhundert erklärte der damalige Papst Gregor IV, den 1. November zum Feiertag aller Heiligen, also „Allerheiligen“. Dieses wurde schon seit Papst Bonifiatius IV gefeiert, das Datum wurde aber von Papst Gregor IV verschoben. Der Name „Halloween“ kommt aus dem englischen „All Hallows Eve“, also dem Abend vor „All Hallows“, a.k.a Allerheiligen.

Halloween heute

Die Kelt*innen lebten vor 2000 Jahren im heutigen Irland, England und Nordfrankreich. Als sehr viel später, im 19. Jahrhundert, zahlreiche Ir*innen wegen der irischen Hungersnot in die USA auswanderten, brachten sie auch ihre Traditionen mit sich, darunter Halloween.

Die Ir*innen feiern Halloween noch ähnlich wie ihre Vorfahren. Zwar haben sie die neue Mode des „Trick or treating“ – Süßes oder Saures – eingeführt, doch verkleiden sie sich immer noch angsteinflößend, und feiern gemeinschaftlich um ein Feuer geringt.

Heutzutage hat Halloween eine weniger spirituelle Bedeutung. Viel eher dient es als Gelegenheit, um zu feiern und sich wild zu verkleiden. Was unseren Spaß an der Tradition nicht lindert!

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