Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Weihnachtsferien? Schön wär’s!

Foto: sos

31.12.2018 12:25 - Sophie Schädel

Egal, ob man nun Jesus-Fan ist oder nicht – Weihnachtsferien haben wir alle. Ganze zwei Wochen lang. Aber was machen Studierende in diesen „Ferien“?

Wir alle sagen uns oft: „Jetzt gerade ist es stressig, aber das wird bald besser. Nach der einen Abgabe, nach diesem wichtigen Referat, nach dieser großen Klausur… Oder spätestens in den Ferien.“ Aber: Niemand von uns nimmt sich zwei Wochen frei.

Klar haben wir jetzt mal Zeit zum Ausschlafen, für Familie und Freund*innen und die tolle Serie, die wir schon lange anschauen wollen. Aber unsere Klausuren rücken näher, Referate und Abgaben stehen an, und wenn wir bei der Nachbereitung von Vorlesungen hinterherhinken, schaffen wir es im Uni-Regelbetrieb oft nicht, das wieder aufzuholen. Das alles schieben wir auf die „Ferien“. Und wir alle haben doch schon mal Vorlesungen geschwänzt, um mehr Zeit zum Lernen zu haben, Seminare verpasst, weil wir in die Bib mussten. Vorteil an den Ferien: Wir müssen dafür nicht schwänzen. Schön, da haben wir endlich mal Zeit um zu arbeiten, ohne hinderliche Termine von der Uni. Und vielleicht gibt uns sogar unser*e Chef*in beim Nebenjob frei.

Immer ein bisschen mehr

Ein genauso leeres Freizeitversprechen: die Semesterferien. Zurecht heißen sie offiziell „vorlesungsfreie Zeit“. Da schreiben wir Klausuren und Hausarbeiten, haben Exkursionen oder Blockseminare. Ganz zu schweigen davon, dass viele Studierende in diesen Monaten das Geld verdienen müssen, von dem sie das nächste Semester leben. Und zu Beginn der nächsten Vorlesungszeit wären viele von uns wieder reif für Urlaub. Wochenenden und Feiertage nutzen wir um Übungsblätter durchzurechnen und uns mit unseren Projektgruppen zu treffen. Es geht immer ein bisschen mehr, sagt uns der Hinterkopf. Ein bisschen mehr für die Klausur lernen. Ein bisschen mehr Karteikarten schreiben. Ein bisschen mehr Recherche für die Hausarbeit betreiben. Ein bisschen mehr Literatur bei der Seminarvorbereitung lesen. Fertig sind wir nie. Nicht um 17 Uhr, nicht am Freitag, nicht zum Ferienbeginn.

Hier könnte jetzt ein Appell stehen wie „Nehmt euch die zwei Wochen Ferien, schaltet mal ab und konzentriert euch auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, dann könnt ihr danach wieder frisch durchstarten“. Aber solche Versprechungen sind nicht erst auf den zweiten Blick so abverlangend wie der Fakt, dass sie unmöglich für alle umsetzbar sind. Darum steht hier nur ein „Wird schon. Hoffentlich. Und schaut wenigstens diese Serie!“
 

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