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STUDIUM & FREIZEIT

Warum Karneval großartig ist

Alaaf und Helau auf dem Rosenmontagszug. [Foto: Victoria Göres]
04.03.2019 12:49 - Victoria Göres

 „Was soll denn an Karneval so toll sein?“ Wenn ich für die Frage „Was soll an Karneval so toll sein?” fünf Cent bekäme, wären alle meine Geldsorgen Geschichte. Und wenn du dir diese Frage auch stellst, dann halt mein Kölsch während ich dir erzähle, warum Karneval nicht nur Spaß macht, sondern auch ein Stück Kultur ist.

Die Kostüme

Wer hat sich als Kind nicht gerne verkleidet? Karneval ist die Zeit im Jahr, in der man anziehen kann, was man will. Man wird nicht mal blöd angeschaut, wenn man als überdimensionale Banane unterwegs ist, es ist also so ziemlich alles erlaubt. Abgesehen davon kann man endlich mal das tolle Teil aus dem Schrank nehmen, von dem man sich immer gefragt hat, wann man das denn bitte tragen soll. Und wenn man die Karnevalszeit mit Freunden verbringt, gibt es wenig cooleres als ein Gruppenkostüm.

Partys und Sitzungen

Stichwort Gruppe: Während der Karnevalszeit gibt es haufenweise Partys, auf denen man gemeinsam mit seinen Freund*innen feiern kann. Abgesehen davon bieten die meisten Diskotheken und Kneipen zu dieser Zeit Freibier oder andere Angebote für preiswerten Alkohol an. Und mal ehrlich: Studis und Freibier sind eine unschlagbare Kombination. Und wer - anders als ich - nicht mit Karneval aufgezogen wurde, kann sich die Musik so immerhin  schön trinken. Abgesehen davon lernt man auf den Feiern unglaublich schnell und leicht neue Leute kennen. Die perfekte Gelegenheit also, um den Bekanntenkreis bei lockerer und guter Stimmung zu erweitern.

Wer nicht so auf Party und Eskalation steht, kann auch ganz einfach auf eine der vielen Karnevalssitzungen gehen – das ist der Teil, wo die Kultur ins Spiel kommt. Karneval ist eben mehr als sechs Tage Disco und Bier. Das Programm der Sitzungen ist dabei so vielfältig wie der Karneval selbst: Von Tanzgruppen über Bands bis hin zu Büttenredner*innen, die den Lachmuskeln einiges abverlangen, ist so ziemlich alles dabei. Und Lachen tut ja bekanntlich gut.

Narrenfreiheit

Abgesehen davon gibt es wohl kaum eine Zeit im Jahr, in der man derart zynisch und kritisch auf die aktuelle Politik und das Weltgeschehen blickt. Schon im Mittelalter waren es die Närr*innen, die der Obrigkeit den Spiegel vorhielten, Kritik übten und aussprachen, was sich keine*r zu sagen traute. Und das ist im Karneval auch heute noch sol, der „Narrenfreiheit“ sei Dank. Die großen Motivwagen der rheinischen Karnevalszüge nehmen allzu gern Politiker*innen auf die Schippe und sind dabei Satire pur.

Wir sind 359 Tage im Jahr ernst und seriös – da
dürfen sechs
Tage Unsinn auch einfach mal drin sein.

Und generell ist es gut, sich einfach mal nicht zu wichtig zu nehmen, über sich selbst und die Welt zu lachen oder schlichtweg Unsinn zu machen. Das ist nämlich auch etwas, was im Karneval hochgehalten wird: Der Unsinn. Wir sind 359 Tage im Jahr ernst und seriös – da dürfen sechs Tage Unsinn auch einfach mal drin sein. Abgesehen davon gibt es da ja noch einen netten Brauch: Am Karnevalsdienstag, meist um Mitternacht, brennt in vielen Kneipen traditionell der sogenannte „Nubbel“ – eine Strohpuppe, die Karneval über den Eingängen der der Gaststätten hängt.

Er dient als Sündenbock für den Quatsch den man während der Karnevalszeit verzapft hat. Nach einer Art „Leichenzug“ gibt es eine humorvolle Grabrede, bei der dem Nubbel die Schuld zugesprochen wird, dass man zum Beispiel sein ganzes Geld versoffen hat. Und dafür soll der Nubbel dann auch brennen. Wenn der Nubbel gebrannt hat, endet die Karnevalszeit – denn am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei und die Normalität kehrt wieder ein.

Immer noch Karnevalsmuffel? Falls nicht, behalt das Kölsch. Ansonsten: Läve und läve lasse. Es sind ja „nur“ sechs Tage…

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