Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

–>Mein Campuserlebnis<–

Warum es eine dumme Idee war, Hausarbeiten aufzuschieben

13.03.2021 09:47 - Sophie Schädel

Ich stehe kurz vor dem Ende meines Studiums - zumindest was meine belegten Seminare und Vorlesungen und die bestandenen Klausuren angeht. Hausarbeiten habe ich allerdings noch einige vor mir, denn ich habe im Laufe meines Studiums die meisten aufgeschoben. Und das war eine verdammt dumme Idee.

In meinem Studium muss man viele Hausarbeiten schreiben. So muss ich teilweise noch Hausarbeiten für Seminare schreiben, die schon vier Semester zurückliegen. Jetzt stehen auf meiner To Do Liste ganze fünf Hausarbeiten, die ich alle nacheinander schreiben muss. Gerade jetzt, wo das Ende meines Studiums eigentlich zum Greifen nah sein sollte und ich nur noch meine Bachelorarbeit im Blick haben müsste, türmt sich vor mir dieser Berg an lästigen Altlasten auf. Danke Sophie aus der Vergangenheit, dass du diese Arbeiten nicht in verdaulichen Häppchen jeweils am Ende des Semesters geschrieben hast, als du dich noch im Seminarthema auskanntest. Als die Dozent:innen noch wussten, wer du bist. Als du dir nicht die Blamage geben musstest, darum zu betteln, dass sie deine Hausarbeit noch vier Semester nach der Deadline annehmen. Als das Tutorium, wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, nicht schon drei Jahre her war.

Ein weiteres Problem, an das Vergangenheits-Sophie nicht gedacht hat: Einer meiner Dozenten, dem ich noch eine Hausarbeit schulde, ist gar kein Dozent mehr. Das ist nervig, denn mein Hausarbeitsthema hatte ich schon während des Seminars gefunden, die Literatur war interessant und leicht verständlich und der Dozent war eine coole Socke und hätte mir auf jeden Fall eine gute Note gegeben. Jetzt muss ich wahrscheinlich ein neues Seminar für das Modul belegen und kann mich erst danach an die Hausarbeit setzen.

Die ganzen liegengebliebenen Hausarbeiten abzuarbeiten, während ich meine letzten fehlenden Lehrveranstaltungen belege und nebenher arbeite, wird mich die kommenden Monate ordentlich auf Trab halten. Und ich verteufle Vergangenheits-Sophie dafür, dass sie Gegenwarts-Sophie damit auch die Bachelorarbeits-Motivation vermiest hat: Wenn ich nach Monaten endlich alle Hausarbeiten fertig geschrieben habe, warten auf mich die nächsten Monate wissenschaftlichen Arbeitens an meiner Bachelorarbeit. Gerade dann, wenn ich ganz sicher keine wissenschaftliche Literatur mehr sehen kann.

Tja, danke Vergangenheits-Sophie für die ganzen Altlasten. Würde ich heute nochmal von vorn studieren, würde ich sicherlich nicht fünf Hausarbeiten aufschieben. Aber so ist das nunmal, im Studium lernt man nicht nur Fachwissen. Vielleicht könnt ihr ja aus meinem Fehler lernen und euch einiges an Ärger ersparen.

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