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STUDIUM & FREIZEIT

UDE Podcast: Komm ins U-Café

Langeweile im Lockdown? Nicht mit dem richtigen Podcast. [Foto: Julia Segantini]
​​​​​​​04.11.2020 15:17 - Julia Segantini

Das kommende Semester wird größtenteils digital stattfinden. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) bietet den Studierenden deshalb ein breites Onlineangebot. Aber auch die Studierenden selbst werden kreativ: Hamza und Enis haben einen UDE-Podcast gestartet. Warum die beiden gern ins U-Café gehen und worüber sie in ihrem Podcast sprechen, haben sie der akduell erzählt. 

„Herzlich Willkommen zu unserem Podcast ‚Komm ins U-Café‘, heute mit der ersten Folge. Ich bin Hamza und neben mir sitzt Enis.“ So startet die erste Episode des UDE-Podcast der beiden Wirtschaftsingenieurwesen-Studenten. Beide studieren seit dem Wintersemester 2018/19 an der UDE. Der Name des Podcasts leite sich von einer Redensart ab, erklärt Hamza: „Es gibt so eine Redewendung unter Jugendlichen, die heißt ‚komm‘ ins Café’. Das heißt sowas wie ‚wir müssen reden‘.“ Da die beiden am Campus Duisburg studieren, wurde aus „Café“ dann „U-Café“. „Das U-Café ist der Treffpunkt. Wenn man in der Bibliothek lernt, sagt man gern zu Freunden, ‚Lass uns im U-Café einen Kaffee trinken‘. Wir wollen mit dem Namen eine entspannte Stimmung schaffen“, so der Student. 

Die Idee für den Podcast kam ihnen am Ende der Klausurphase. Beide hören in ihrer Freizeit selbst gern Podcasts. „Wir dachten uns: Wieso machen Unis eigentliche keine? Wieso gibt es keinen Podcast von Studenten für Studenten?“, beschreibt Hamza. „Wenn wir eine Idee haben, müssen wir sie sofort umsetzen“, sagt er lachend. Bisher gibt es vier Folgen, die zwischen 15 und 28 Minuten lang sind. 

Zuerst wollten sie den Podcast vor allem für die Erstis konzipieren, deshalb richten sich die ersten beiden Folgen thematisch besonders an sie. „Wobei ältere Studenten vielleicht einen nostalgischen Flashback haben könnten“, überlegt Hamza. Nun haben sie sich dazu entschieden, eine breitere Masse anzusprechen. Zielgruppe sind deshalb alle Studierenden. „Vielleicht sogar diejenigen, die ihren Bachelor oder Master schon gemacht haben und noch mal das Uni-Feeling erleben wollen. Vielleicht hören uns auch Studis von anderen Unis und kommen dann auf die Idee, einen eigenen Podcast zu starten“, hofft der Wirtschaftsingenieurwesen-Student.

Bunte Themenvielfalt

Auch wenn das Budget beschränkt ist, bemühen sich die Studenten um eine angemessene Qualität. Hamza hat dafür ein günstiges, aber geeignetes Mikrofon angeschafft. „Damit sitzen wir in seinem Wohnzimmer auf der Couch. Damit der Sound einigermaßen gut ist, verteilen wir Decken, damit es nicht so schallt. Dann stöpseln wir den Kühlschrank aus und stellen die Uhr aus, damit auch wirklich nur unsere Stimmen hört“, beschreibt Enis. Anschließend nehmen sie einige Korrekturen und kleinere Schnitte vor, denn „manchmal bin ich zu leise und Hamza zu laut. Manchmal gibt es Geräusche wenn wir das Mikro weiter geben“.

Geplant ist ein chronologischer Aufbau. Bisher ging es deshalb um die Einschreibung, Vorkurse und die O-Woche. Folgen sollen nun Gespräche über die ersten Semester. Aber auch allgemeinere Themen sollen zur Sprache kommen. Hamza möchte beispielsweise Tipps zu Praktika, Bewerbungen und Bewerbungsgespräche geben. Welche Themen sonst noch im Fokus stehen sollen, erklärt Enis: „Auch die geistige und körperliche Gesundheit sind wichtig.“ Eine weitere Idee sei, verschiedene Studiengänge vorzustellen. Dazu wollen sie Gäste einladen. „Vielleicht ist jemand da draußen, der sein Abitur gemacht hat und überlegt, was er studieren soll. Es wäre cool, wenn hinterher jemand sagen würde, ‚ich habe das angefangen zu studieren, weil ich das in eurem Podcast gehört habe‘“, sagt Enis. Wichtig ist den beiden, dass das Angebot von Studierenden für Studierende kommt. Das sei sympathischer und authentischer. Bestätigung dafür fänden sie im durchweg positiven Feedback. 
 

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