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STUDIUM & FREIZEIT

TU Dortmund testet für Präsenzbetrieb

 Die TU stellt Teilnehmer:innen von Präsenzveranstaltungen Selbsttests zur Verfügung. [Foto: pixabay]
26.04.2021 16:31 - Özgün Ozan Karabulut

Um während der Corona-Pandemie Studierenden und Mitarbeiter:innen der Technischen Universität Dortmund (TU) Sicherheit auf dem Campus zu bieten, wurde eine Teststrategie entwickelt. Seit dem 19. April besteht die Möglichkeit sich zu testen und an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen, wobei die Zahl der Anspruchsberechtigten gering ausfällt.

Während der Großteil der Lehrveranstaltungen im Sommersemester an der TU digital stattfindet, können einige wenige in Präsenz abgehalten werden. Gemäß der Corona-Schutzverordnung des Landes NRWsind Lehrveranstaltungen in Präsenz zugelassen, wenn sie für Studierende nicht ohne schwere Nachteile ohne Präsenz durchgeführt oder verschoben werden können. „Es gibt Veranstaltungen, die können wir nicht online anbieten“, so Eva Prost, Leiterin des Referats Hochschulkommunikation der TU. Bei Labor- und Werkstattpraktika sowie praktischen Übungen in den Fachbereichen Kunst, Sport, Musik und Journalistik ist das der Fall. Rund 20 Prozent der insgesamt 33.400 Studierenden der TU sind davon betroffen. 

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Um diesen Studierenden weitere Verzögerungen im weiteren Studienverlauf zu ersparen und ihnen die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen zu ermöglichen, hat die TU ein Testkonzept entwickelt. Hierbei ist vorgesehen, dass neben Studierenden auch Beschäftigte für Lehre, Forschung und Verwaltung getestet werden sollen. Die TU beabsichtigt mit den Tests neben der Verhinderung von Neuinfektionen bereits stattgefundene Infektionen nachzuverfolgen. Das soll mittels QR-Codes in den Veranstaltungsräumen gelingen. Hier müssen Studis die Codes an ihrem Sitzplatz einscannen.

A- und B-Proben wie bei der Dopingkontrolle

Nachdem im März die Pilotphase begonnen hat, wird das Testangebot seit der zweiten Vorlesungswoche ausgebaut. Zur Teststrategie gehören neben Corona-Selbsttests auch PCR-Tests. Es ist vorgesehen, dass Studierende am Vortag der Veranstaltung einen Selbsttest durchführen, der seitens der TU per Video beaufsichtigt wird. Um die Sicherheit auf dem Campus zu gewährleisten, führen Studierende mindestens einmal pro Woche einen PCR-Test an der TU durch. Die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen ist nur mit negativem Corona-Test möglich, für jeden Präsenztermin ist somit ein negativer Test vorzuweisen. Auf dem Campus befinden sich drei Teststellen, bei denen der erste Selbsttest und anschließend der PCR-Test eigenständig durchgeführt werden kann. 

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Der TU-Campus soll langfristig eine grüne Zone werden. [Foto: Sophie Schädel]
 

Hier erhalten die Studierenden auch die Tests für zuhause. Wie bei einer Dopingkontrolle werden für den PCR-Test zwei Proben benötigt. Die A-Proben werden laut Prost aus Kostengründen zu einer Probengruppe von zehn Personen gepoolt und an das Labor zur Auswertung geschickt. Falls die gepoolte Sammelprobe negativ ist, sind alle aus der Testgruppe negativ. Bei einer positiven Probe werden die B-Proben einzeln untersucht, um die infizierte Probe zu ermitteln.

In der ersten Testwoche wurden 693 Personen getestet, die alle negativ waren. Bislang wurden überwiegend Mitarbeiter:innen aus Forschung und Verwaltung getestet. Momentan finden in Präsenz weniger als zehn Veranstaltungen der Chemie, Physik, Biologie und Bioingenieurwesen statt. Präsenzveranstaltungen in den Fachbereichen der Musik- und Sportwissenschaften werden derzeit nicht angeboten, sie sind jedoch für Mitte Mai geplant, soweit das Infektionsgeschehen ihre Durchführung zulässt. Langfristig verfolgt die TU mithilfe des Testkonzepts das Ziel, das Campusleben wieder zu ermöglichen. Als Teil der „NoCovid-Initiative” soll der Campus eine grüne Zone werden, in der es keine nennenswerten Coronainfektionen gibt.
 

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