Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Tabubruch in der Uni-Bib

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21.10.2013 01:52 - Maren Wenzel


„Pssst! Das ist hier immer noch eine Bibliothek!“ - so stellt man sich das Klima in Bibliotheken landläufig gerne vor. Starr-konservativ, mit festen Regeln und natürlich Schweigepflicht. Die Uni Duisburg-Essen sorgt jetzt jedoch für einen Tabubruch in ihrer Bibliotheksgeschichte: Sie erlaubt den Studis Taschen mitzunehmen. Hatte unsereins früher immer ein Zwei-Euro-Stück parat, um seinen Beutel in den Siebzigerjahre-orangenen Spinden zu verschließen und dann den Rest der Sachen zerknirscht in die blauen Körbe zu zwängen, wird das Studileben jetzt erleichtert.


„Bislang konnte man in der Fachbibliothek LK in Duisburg und der geisteswissenschaftlichen, sowie der MNT-Bibliothek auf dem Campus Essen, die Taschen in die Eingangsbereiche, wo die Computer stehen, schon mitnehmen. Jetzt kann man sie auch in die Büchersammlung und an die Arbeits- plätze in den oberen Stockwerken mitnehmen“, so Andreas Sprick, Benutzer-Dezernent der Uni-Bibliothek. Davon verspricht sich die Bibliothek eine Erleichterung für die Studis und mehr Sichertheit, da Leseratten ihre Wertgegenstände direkt neben sich aufbewahren können. Außerdem könnten die Studentischen Hilfskräfte, die sonst die Taschenmitnahme in den Bibliotheken kontrollierten, jetzt durch die Stockwerke gegen und den Studierenden weiterhelfen, so Sprick. Für die Bib ein Vertrauensvorschuss gegenüber den Studis, sollte Essen mit in die Bib geschmuggelt werden, tritt die alte Regelung wieder in Kraft. „Zur Zeit gibt es aber nur positive Rückmeldungen und die Studierenden halten sich an die Regeln. Bislang war es also ein mutiger und richtiger Schritt. Wir werden sehen, wie es wird, wenn die große Welle im neuen Semester anrollt“, so Sprick.


Die geisteswissenschaftliche Bibliothek auf dem Campus Essen ist zusätzlich im Umbruch: die ganze erste Etage wird momentan wegen Brand- schutzsanierungen umgebaut. Deshalb werden jeweils ganze Räume voller Bücher in den Keller umziehen: „Wir haben uns entschieden große Flächen nach der Reihe leer zu räumen und komplett zu sanieren. Das spart Kosten und Zeit. Damit können wir jetzt nicht nur die Decke neu machen, sondern auch neue Lampen anbringen, den Teppich neu auslegen und einen Anstrich machen“, sagt Sprick. Sollte ein Buch in den Untergrund gewandert sein, muss es im System aus dem Magazin ausgeliehen werden. Innerhalb von einer Stunde wird es in ein Regal im Erdgeschoss geliefert. Zum Ärger vieler Studis. „Natürlich müssen die Benutzer im Moment in den saueren Apfel beißen, dafür bekommen sie demnächst frisch renovierte Arbeitsplätze“, sagt Sprick.

Studierendenwerk will Werbung für Rüstungsgüter ausschließen

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Alina und Nico sind asexuell. Was das für sie bedeutet, haben sie akduell-Redakteurin Sophie Schädel erzählt.
 
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