STUDIUM & FREIZEIT

StuPa: Das ist ja fast wie im Kindergarten hier

Macht euch bereit, es ist StuPa-Zeit! (Foto: caro)

26.04.2018 16:25 - Sarah Dannehl



Ein Kommentar von Sarah Dannehl

Jeden Monat treffen sich 37 Parlamentarier*innen im Studierendenparlament (StuPa) der Universität Duisburg-Essen. Pünktlich wird die Sitzung gestartet, vom Allgemeinen Studierendenausschuss berichtet und über verschiedene Anträge abgestimmt. Soweit die Theorie.

Tatsächlich kann man sich eigentlich schon sicher sein, dass die Sitzung mindestens eine halbe Stunde später beginnt. Hier muss noch etwas kopiert werden, dort fehlen noch Listenmitglieder für die Beschlussfähigkeit. Macht nichts, könnte man jetzt sagen, es kann ja immer mal was dazwischen kommen. Immerhin: Gäste dürfen gleich zu Sitzungsbeginn ihre Anträge einbringen und auf finanzielle Unterstützung hoffen, ehe sie wieder in den Feierabend entfliehen können. Denn mittlerweile ist man sich offenbar bewusst, dass nicht jede*r eine kleine persönliche Party feiert, wenn er*sie bis in die frühen Morgenstunden im StuPa sitzen muss. Für alle anderen scheint das aber wie ein wahr gewordener Traum. Schlaf wird eh überbewertet.

Zunächst wird auf der Sitzung am 19. April eine Teilfinanzierung von 3.500 Euro für das Flabbergasted Festival, das in diesem Jahr auf der Zeche Carl stattfinden wird, sowie eine Unterstützung von 2.800 Euro für das interkulturelle Fastenbrechen – organisiert vom Islamischen Studierendenbund Essen – beschlossen. Dann kommt es endlich zum elektrisierenden Thema der Antragsfrist, bei der klar sein dürfte: Hier muss intensiv diskutiert und beraten werden. Es ist der Show-Act des Abends. Soll die bisherige Ein-Tages-Frist für Anträge auf drei oder sogar auf sieben Tage aufgestockt werden? Die Parlamentarier*innen verlieren sich in einer schier endlosen Diskussion. Während die eine Seite betont, dass eine siebentägige Frist auch in anderen Gremien funktioniere, findet die andere Seite, dass eine dreitägige Frist Initiativen und Co. mehr Raum zur Vorbereitung ihrer Anträge gewährleiste. Fast eine Stunde lang reiht sich dann noch Fraktionspause an Fraktionspause, in der sich die jeweiligen Listen beraten. Dabei scheinen sich eigentlich alle Parlamentarier*innen darin einig, dass eine Aufstockung der Frist gar nicht mal so verkehrt wäre. Man stelle sich nur vor, wie viel besser man sich auf künftige Sitzungen vorbereiten könnte. Aber wie so oft scheint es vor allem um das Prinzip zu gehen, nicht den jeweils anderen zustimmen zu wollen. Nach fast zwei Stunden dann das erleichternde Ergebnis: Es bleibt alles beim Alten. Ein Kindertheater par excellence.

Da fragt man sich doch: Warum um alles in der Welt vergeudet man freiwillig seine Freizeit für so eine Diskussion? Debatten sind wichtig – keine Frage. Aber das ständige Wiederkäuen der Argumente der Vorredner*innen ist eher ermüdend statt hilfreich. Und auch wenn das sogar alle irgendwie uncool finden, machen es dann doch alle wieder, weil es irgendwie…dazu gehört?



Dennoch scheint so manche*r doch noch ein paar Stunden Schlaf ergattern zu wollen und da um 1 Uhr nachts nach insgesamt sechs Sitzungsstunden der tatsächlich wichtigste Themenpunkt – die studentische Vollversammlung – noch immer nicht behandelt ist, wird die Sitzung letztlich abgebrochen und für den heutigen Abend eine außerordentliche anberaumt. Denn nur eine Woche mit StuPa ist eine gute Woche. Das weiß auch Parlamentarier-Hund Herbie, der sich den ganzen Abend der Themen unbeeindruckt zeigt und sich lieber Kraul- und Streicheleinheiten bei den minimal genervten Gästen abholt und sich ein Schlaflied vom Kassenverwalter des AStAs singen lässt. Hund müsste man sein.

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