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STUDIUM & FREIZEIT

Studierendenwerke schlagen Alarm

Studierendenwerke brauchen finanzielle Unterstützung. [Symbolbild:pixabay]

26.12.2019 15:47 - David Peters

Die Arbeitsgemeinschaft der Studierendenwerke in Nordrhein-Westfalen kritisiert die mangelnde finanzielle Unterstützung der Landesregierung. Dadurch drohen Preiserhöhungen und Leistungseinschränkungen.

Während die Sozialbeiträge der Studierenden, mit denen sie für die Leistungen der Studierendenwerke zahlen müssen, immer weiter steigen, stagniert der Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem Niveau von 1994. Während die Sozialbeiträge seit 1994 um rund 80 Millionen Euro stiegen, wurde der Zuschuss des Landes lediglich um 1,7 Millionen Euro erhöht. Für Jörg Lüken, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Studierendenwerke NRW, ein fatales Zeichen: „Nur die Kombination aus stark steigenden Sozialbeiträgen und Studierendenzahlen hielten die Studierendenwerke in den vergangenen 25 Jahren finanziell über Wasser. Die Studierenden und nicht das Land haben den finanziellen Ausgleich geleistet. Die sich anbahnende Stagnation in den Studierendenzahlen bedeutet aber nun direkt, das steigende Kosten nicht mehr ausgeglichen werden können.“

Die Studierendenwerke bräuchten dringend eine massive Erhöhung der Zuschüsse, um ihre gesetzlichen Aufgaben weiterhin erfüllen zu können. 2020 wird daraus aber nichts – erst im Jahr 2021 ist eine geringe Anpassung des Allgemeinen Zuschusses angekündigt worden. Und das obwohl die Studierendenwerke allein beim Personal mit einer jährlichen Steigerung der Kosten um mindestens 4 Millionen Euro rechnen.

Einen weiteren Ausgleich über eine Erhöhung der Sozialbeiträge lehnen die Studierendenwerke, aber auch das Landes-Asten-Treffen NRW, ab. Der Anteil für die Studierendenwerke im Semesterbeitrag belaufen sich inzwischen auf fast 100 Euro. An der Universität Duisburg-Essen liegt er aktuell bei 95 Euro – im Jahr 2009 belief sich der Sozialbeitrag noch auf 69 Euro. Katrin Lögering, Koordinatorin des Landes-Asten-Treffen NRW, betont: „Somit sind wir inzwischen bei einem Semesterbeitrag von über 300 Euro – mit Semesterticket und allen weiteren Ausgaben –, was knappe studentische Geldbeutel sehr, sehr stark belastet.“

„Den Studierendenwerken in NRW droht durch diese fortwährende Unterfinanzierung in den nächsten Jahren ein erheblicher finanzieller Mangel. Und den Studierenden drohen weitere Preiserhöhungen und insbesondere Leistungseinschränkungen“, heißt es seitens der Studierendenwerke. Das Land NRW habe nur Forschung und Lehre im Blick und vergesse dabei die soziale Infrastruktur auf dem Campus. 2017 hatte die CDU in ihrem Regierungsprogramm noch eine Unterstützung der Studierendenwerke angekündigt: „Statt steigender Sozialbeiträge zu Lasten der Studierenden, wollen wir eine stabile Finanzierung der Studierendenwerke.“
 

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