Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Studierende werden rausgeworfen

Die Universität reagierte auf die Verschiebung der Drogenszene mit verstärkten Kontrollen und übertrug dem Sicherheitsdienst Kötter das Hausrecht. (Foto: mehu)

27.08.2017 09:00 - Meiko Huismann



Mitte Mai erhielten alle Mitarbeiter*innen der Universität Duisburg-Essen ein Informationsschreiben von Kanzler Rainer Ambrosy, in dem über den unerlaubten Aufenthalt von Drogenkonsumierenden und Wohnungslosen auf dem Campus aufmerksam gemacht wurde (). Neben Ankündigungen von baulichen Maßnahmen und Aufstockung des Wachpersonals war dem Schreiben zu entnehmen, dass der Sicherheitsdienst Kötter fortan auch Hausrecht hat. Nun hat ein Studierender des Bauingenieurwesens zu spüren bekommen, wie das Hausrecht umgesetzt wird. Abends in den Räumlichkeiten der Universität zu lernen, scheint nicht mehr gern gesehen zu sein.

Tobias habe , wie so oft, im Computerpoolraum im Gebäude V15 gesessen und gelernt. Gegen 21.30 Uhr habe ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Kötter den Raum und betreten und dseinen Studierendenausweis zur Überprüfung verlangt, ob er Mitglied der Hochschule sei. Nach Vorzeigen des Ausweises habe der Sicherheitsdienst Tobias mit Hinweis auf die Öffnungszeiten der Räume aus dem Gebäude verwiesen. Diese stünden bis 21 Uhr zur Verfügung. Als er dem Sicherheitsdienst entgegnet habe, dass er Mitglied der Hochschule sei und sich im Gebäude aufhalten dürfe, habe ihm der Sicherheitsdienst gekontert, dass dies nur für Angestellte gelte.. Tobias und andere Kommiliton*innen hätten daraufhin den Computerraum verlassen. Tatsächlich lässt die Hausordnung der Universität diesen Punkt recht offen. Dort heißt es lediglich, dass Besucher*innen sich grundsätzlich nur innerhalb der Öffnungszeiten in den Gebäuden aufhalten dürften und Ausweispflicht gegenüber dem Wachdienst bestehe.

Auch im Informationsschreiben wird darauf hingewiesen, dass „bei Kontrollen, insbesondere außerhalb der Öffnungszeiten der Hochschulgebäude, zur Legitimation der Studierende- oder Dienstausweis zu zeigen ist.“ Jedoch haben die Studierenden und in diesem Fall Tobias nie von Öffnungszeiten der Räume gehört. Es sind auch keinerlei Zeiten ausgeschildert. Für viele Studierende ist es wichtig vor allem abends die Räume und insbesondere die Computer in der Uni zu nutzen, da viele am Tag ihren Nebenjobs nachgehen müssen. Oftmals gibt es bestimmte Lernmaterialien ausschließlich auf Rechnern in der Uni, das bemängelt auch Tobias. Er hat jedenfalls Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen und lernt nun vermehrt zuhause.

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