Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Studiengänge an der UDE: Was ist eigentlich Kulturwirt?

Im Fach Kulturwirt werden viele Bücher gelesen. [Symbolfoto: pixabay]

08.06.2019 16:31 - Laura Lindemann

In dieser neuen Reihe spricht die akduell mit Studierenden der UDE über Studiengänge, von denen ihr vielleicht noch nicht allzu viel gehört habt, die aber viel zu bieten haben. Für diesen Artikel trafen wir Melina Scholz, die gerade ihren Bachelor im Fach Kulturwirt absolviert. 

„Tatsächlich denken viele, dass sich der Studiengang viel mehr um kulturelle Einrichtungen wie Theater, Museen und so weiter dreht. Das ist nicht der Fall. Der Fokus in Essen liegt wirklich auf der Literatur“, sagt Melina Scholz. Sie studiert Kulturwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen und schreibt gerade an ihrer Bachelorarbeit. Das Thema muss sie noch einreichen, weshalb sie es noch nicht verraten will.

Das Fach Kulturwirt, welches häufig von den Studierenden auch Kulturwirtschaft gennant wird, setzt sich – wie der Name schon sagt – aus einem wirtschaftlichen und einem kulturellen Teil zusammen. Zum Wirtschaftsteil gehören die Fächer BWL, VWL und Mathe, die in Duisburg gelehrt werden. Im Kulturteil am Campus Essen fokussieren sich die Studierenden auf einen Länderschwerpunkt. „Ich habe meine Vertiefung in Englisch, dort setzt man sich vorwiegend mit der britischen und amerikanischen Kultur auseinander. In höheren Semestern kann man dann noch zwischen englischsprachigen Ländern wie Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika wählen“, erzählt Melina. Anstelle von Englisch kann man sich auch für Niederländisch, Spanisch, Französisch oder Türkisch entscheiden. 
Im ersten und zweiten Semester bekommen die Studierenden zunächst eine Einführung in die wirtschaftlichen Fächer, Literaturwissenschaft und in Melinas Fall in die Grundlagen der Linguistik. Bei der Literaturwissenschaft muss man am Anfang unter anderem Kurse zum Thema Gedichte und Dramen belegen. „Das ändert sich dann zum Glück in den höheren Semestern“, lacht Melina, die keine Freundin von Gedichtanalysen ist. Sie hat sich für den Schwerpunkt Literatur entschieden, in dem es vor allem um die amerikanische Kultur, das politische System und die Geschichte geht. Diese Kurse werden auf Englisch abgehalten. „Hier geht es nicht nur um die Historie, sondern es werden auch neuere Themen wie Disability oder die Bedeutung von Maskulinität diskutiert“, sagt Melina. 

Die Mischung macht‘s 

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Wenn man jedoch noch für ein Jahr ein reines BWL-Studium dranhängt, bekommt man einen doppelten Bachelor. ImStudiengang inbegriffen ist außerdem ein Pflichtpraktikum von sechs Wochen. Melina hat ihres bereits beim amerikanischen Generalkonsulat in der Wirtschaftsabteilung in Düsseldorf absolviert. „Ich möchte später unbedingt in Richtung Diplomatie und Auswärtiges Amt gehen“, ist sich Melina sicher. Hierfür muss sie noch einen Master dranhängen.

Als Geisteswissenschaftler*in Karriere machen

Dr. Claudia Drawe, Hauptverantwortliche des diesjährigen KarriereTag, im Interview mit akduell.
 

Das spätere Berufsfeld ist nach dem Studiengang Kulturwirt breit gefächert. „Viele wollen in den Museumsbereich und in Richtung Kultur- oder Eventmanagement gehen. Es entstehen auch viele Start-Ups. Ein Master ist kein Muss“, ergänzt Melina. Während des Studiums ist es zudem möglich, ins Ausland zu gehen.. Melina ist ein Semester in Birmingham gewesen, was sie jedem nur empfehlen kann. Ebenso rät sie, sich nach vielen Praktika umzuschauen. „Der Studiengang ist sehr theoretisch. Das einzig Praktische ist es, die Literatur zu lesen. Deshalb sind praktische Erfahrungen im In- und Ausland auf jeden Fall von Vorteil“, erklärt sie. 

Am meisten gefällt Melina an ihrem Studiengang die Vielfältigkeit. Sowohl im als auch nach dem Studium. „Ich finde die Mischung einfach cool. Würde ich den ganzen Tag nur irgendwas mit Zahlen machen, würde ich irgendwann die Krise kriegen.“

Bildquelle: lizenzfreies Foto, pixabay

So mobil sind die Studierenden der UDE

Welche Mobilitätsangebote Studierende der UDE am meisten nutzen, hat sich Gastautor Alexander Weilkes genauer angeschaut.
 

!Vom Stammtisch

Warum sich keine Sau für Hochschulpolitik interessiert

 

Was kostet ein Essen in der Hauptmensa am Campus Essen?

Wer in der Mensa am Campus Essen isst, zahlt ca. 3,50 Euro pro Besuch, für das Studierendenwerk sind die Kosten mehr als doppelt so hoch.
 
Konversation wird geladen