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STUDIUM & FREIZEIT

Studiengänge an der UDE: Energy Science

Windenergie ist eine der vielen Energieformen, die in der Energy Science behandelt wird.

[Symbolfoto: pixabay.com]

24.11.2019 16:12 - Erik Körner

Naturwissenschaften, eine handvoll Englisch und eine Menge Energie – das vereint der Studiengang Energy Science an der Universität Duisburg-Essen (UDE) in sich. Wir haben mit Carmen Zaitz, einer Studentin des Fachs, über die Besonderheiten und Anforderungen der Energiewissenschaften gesprochen.

„Das Besondere an Energy Science ist die Interdisziplinarität. Wir haben nicht nur Physik, wie die Experimental- und theoretische Physik. Wir können außerdem Kurse aus Chemie, oder den Ingenieurswissenschaften belegen“, erzählt Carmen Zaitz. Sie wohnt in Duisburg und studiert Energy Science an der UDE am Campus Duisburg im dritten Semester.

In Energy Science dreht sich – wenig überraschend – alles um Energie. Laut Zaitz „geht es darum, am Ende des Studiums – egal ob Bachelor oder Master – ein Experte für alles zu sein, das mit Energie zu tun hat: Gewinnung, Speicherung, Verbrauch.” Im ersten Semester werden Studierenden primär die physikalischen Grundlagen nähergebracht. Anschließend erfolgt eine Vertiefung auf die Energiebranche. Dieses Semester besucht die Studentin zum Beispiel das Kolloquium „Energiesysteme im Vergleich“. Sie beschreibt: „Dort reden wir über diverse Systeme, wie Photovoltaik, Atomkraft und noch vieles mehr.“

Wer darüber nachdenkt, ein Studium der Energy Science zu beginnen, sollte eine Liebe für die Naturwissenschaften mitbringen. Alle, die schon während des Abiturs Mathe verfluchten, müssen jetzt stark sein: „Allgemeine Differenzial- und Integralrechnung, generell der mathematische Stoff der Oberschule ist wichtig“, meint die angehende Energiewissenschaftlerin. „Allerdings wird der auch in Vorkursen wiederholt“, fügt sie hinzu.

Die Sprache der Forschung

Lediglich eine Affinität für Naturwissenschaften zu haben, reicht für Energy Science nicht. Zumindest grundlegende Englischkenntnisse sind Pflicht. „Die Experimentalphysik und die theoretische Physik werden ab dem dritten Semester auf Deutsch und Englisch parallel angeboten”, informiert Zaitz.

„Ohne ausreichende Englischkenntnisse wird es schwer sein, alles zu verstehen.“

Glücklicherweise können auch Studierende ohne flüssige Englischkenntnisse in Energy Science Fuß fassen. „Im zweiten Semester gibt es einen Kurs „Englisch für Physiker beziehungsweise Energiewissenschaftler“, so Zaitz. „Da wird man dann langsam an die Fachsprache herangeführt. Das geht es noch nicht um komplexe Begriffe. Eher bereitet er auf allgemeine Fachgespräche vor, beispielsweise über Atomkraft.“

Der Studienverlaufsplan der Energy Science sieht einen Auslandsaufenthalt vom fünften bis sechsten Semester vor. Studierende können dafür an eine der zahlreichen Partneruniversitäten der UDE gehen. Beispielsweise liegt der Fokus an der Hong Kong Baptist University auf erneuerbaren Energien oder an der Budapest University of Technology und Economics auf Kernspaltung und -fusion.

Bunte Zukunftsaussichten

Doch der englische Teil dient nicht nur als Vorbereitung für das Auslandsjahr. „Die Wissenschaftswelt in der Physik ist so stark vernetzt, dass viele Veröffentlichungen auf Englisch sind. Auch die, die vielleicht für eine Bachelorarbeit wichtig sein können. Ohne ausreichende Englischkenntnisse wird es schwer sein, in der Bachelorarbeit, spätestens aber in der Masterarbeit, alles zu verstehen“, erklärt Zaitz.

Laut ihr seien die Karriereoption nach Studienabschluss, ähnlich wie in der Physik, breit gefächert. Neben dem offensichtlichen Weg in die Wissenschaften sei auch eine Karriere in der Wirtschaft möglich. Durch die Physik lerne man, analytisch zu denken, was ein wichtige Fähigkeit in der Wirtschaft ist, meint die Studentin.

Alle weiteren Informationen zur Energy Science findet ihr hier.

Bildmaterial: Lizenzfreies Foto von pixabay 

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