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STUDIUM & FREIZEIT

So wird Lesen (wieder) zur Gewohnheit

Viele Bücher teilen dasselbe Schicksal. Eingestaubt im Regal warten sie darauf, gelesen zu werden.

[Foto: pixabay]

30.04.2021 10:29 - Mona Belinskiy

Mit guter Absicht gekauft, jetzt verstaubt das Buch seit einem Jahr im Regal. Daneben eine Vielzahl weiterer Titel, die das gleiche Schicksal teilen. Eigentlich liest du wirklich gerne aber ständig fehlt dir die Zeit. Oft lässt sich unsere tägliche Routine schon mit ein paar kleinen Tipps aufbrechen und ein Zeitfenster für unsere vergessenen Bücher öffnet sich.

Digitale Pause

Das Wichtigste zuerst: Die digitalen Zeitfresser sind oftmals der Grund für die fehlende Lesezeit. Sie umgeben uns ständig und lenken leicht ab. Knapp vier Stunden am Tag verbrachten Smartphonenutzer:innen vergangenes Jahr durchschnittlich am Handy. Von fehlender Freizeit kann da also keine Rede sein. Damit die nachfolgenden Tipps Wirkung zeigen, sollte man sich im Vorfeld ein entsprechendes Umfeld schaffen. Dafür am besten bewusst Zeiten ohne Bildschirm einplanen. Handy oder Laptop am Abend erst gar nicht mit ins Bett zu nehmen, hilft oft schon, um nach dem Aufstehen zum Buch statt zum Handy zu greifen und sich so dem ersten Impuls zu widersetzen.

Mit täglichen Aufgaben kombinieren

Bevor man anfängt, sich extra Lesezeit einzuplanen, kann man versuchen, das Lesen in die tägliche Routine zu integrieren. Zum Beispiel indem man sich mit dem morgendlichen Kaffee oder Tee noch einmal hinsetzt, um ein paar Minuten zu lesen oder bei einer Bahnfahrt zum Buch greift.

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Gleich zwei Bücher kaufen

Genauso wie man nicht jeden Tag Lust auf denselben Film hat, kann es sein, dass man an verschiedenen Tagen unterschiedliche Genres lesen möchte. Hat man mehrere Bücher auf Vorrat, kann man zwischen den Büchern wechseln. Außerdem verringert man so die Gefahr, dass man sich durch ein Buch quält, auf das man im Moment keine Lust hat.

Immer bereit sein

An der Haltestelle, an der Supermarktkasse oder bei Ärzt:innen – gewartet wird viel. Hat man seinen Lesestoff immer mit dabei, fällt es leicht, anfallende Wartezeiten zu füllen. Doch gerade hier ist ein starker Wille gefragt, um sich alten Gewohnheiten zu widersetzen. Denn schnell wird klar, wie man Wartezeiten normalerweise füllt: mit dem Smartphone.

Lesepartner:in

Lesepartner:innen können als kleiner Ansporn dienen. Kann man sich mit jemandem über den Inhalt eines Buches austauschen, hilft das oft, dranzubleiben. Lesen wird als einsames Hobby beschrieben, dabei bietet es eine perfekte Grundlage für neuen Gesprächsstoff. Liest man ein Buch gemeinsam, könnte das zum Beispiel auch der Anlass für das nächste Treffen sein.

Hörbücher

Ist der Griff zum Buch am Anfang zu schwierig, könnten Hörbücher eine erste Alternative sein. So können die ersten Kapitel der Bücher, die ursprünglich auf der eigenen Leseliste standen, schon mal angehört und das Hörbuch im Laufe der Zeit dann von der analogen Variante abgelöst werden.

Atmosphäre schaffen

Abende sind erfahrungsgemäß die beste Zeit, um sich auf der Couch oder in der Wanne zu entspannen. Der perfekte Zeitpunkt also für eine Leseeinheit. In einer gemütlichen und warmen Atmosphäre fällt es vielleicht leichter, die leidige Gewohnheitsfrage: „Was soll ich heute Abend gucken?“ mit „Lesen“ zu beantworten.

Lies, worauf du Lust hast!

Klingt simpel, doch oft kauft man Bücher, um nach außen klüger zu wirken. Die Vorstellung, im Park zu sitzen und Sartre zu lesen, mag reizvoll sein. Schaut man sich dann aber lieber das Etikett der Mateflasche anstelle von „Das Sein und das Nichts“ an, läuft etwas falsch. Denn wichtig ist nur, dass man ehrliche Lust auf den Inhalt des Buches hat - ganz egal ob leichter Liebesroman oder anspruchsvoller Klassiker.

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