Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Selbst ist der Studi

In der Essener Mensa greifen Studis selbst nach den Portionslöffeln.

[Foto: Julia Segantini]

13.02.2020 13:38 - Julia Segantini

Seit Ende November kann man sich in der Essener Mensa selbst die Beilagen portionieren. Wie diese Umstellung bei den Gästen ankommt und ob wir auch in Zukunft selbst bestimmen können, wie viele Kroketten in der Schüssel landen, haben wir beim Studierendenwerk und bei Facebook nachgefragt.

Ob die Beilagenschale bis zum Rand mit Gemüse voll ist oder nur zur Hälfte können Mensa-Gäste seit dem 25. November 2019 selbst entscheiden.

Doppelt zahlen vermeiden

Achtet darauf, ob es bei den Beilagen ein Hinweisschild gibt, wie viel ihr maximal in die Schüsseln füllen dürft. Manchmal gibt es Begrenzungen, wie etwa „höchstens 6 Kroketten“. Überschreitet ihr die Zahl, werden euch an der Kasse gegebenenfalls doppelt Beilagen abgerechnet.

Seitdem befüllt nicht mehr das Mensa-Personal die Schüsselchen, sondern der Gast selbst. Durch diese Umstellung wolle man vor allem Lebensmittelabfälle vermeiden, „da so jeder Gast individuell nach Appetit die Größe seiner Beilagen bestimmen kann“, heißt es von Johanne Peito-Höltgen vom Studierendenwerk. 

Auch bei den Studierenden scheint das neue System gut anzukommen, wie eine Nachfrage der akduell in der Facebook-Gruppe der Universität Duisburg-Essen ergab. „Finde ich richtig gut, so kann ich mir die immer bis zum Anschlag füllen (24/7 Massephase)“, schreibt beispielsweise ein User. Ein weiterer Vorteil der Umstellung: Durch die Umverteilung von Aufgaben profitiere das Mensa-Personal nun von einem optimierten Arbeitsablauf, so Peito-Höltgen. Die Umstellung sei aber keine Maßnahme, um Personal einzusparen. 

Potenziell auch in weiteren Mensen

Auch das Studierendenwerk erhielt bisher überwiegend positives Feedback. „Erste Anfangsschwierigkeiten konnten wir durch kleinere Nachbesserungen gut beseitigen und vereinzelte Zweifel der Gäste im Hinblick auf die Hygiene ausräumen“, meint sie. Peito-Höltgen versichert: „Die strengen Hygieneanforderungen wurden durch das Lebensmittelamt überprüft und abgesegnet.“ Mittlerweile seien die Gäste mit dem System so vertraut, dass die Selbstbedienung meist problemlos und schnell ablaufe, es gebe kaum mehr Verdreckung. „Längere Wartezeiten gab es zum Glück niemals“, freut sich außerdem eine Userin. 

Bisher befindet sich das System noch in der Testphase. Kann man davon ausgehen, dass die Umstellung beibehalten wird? „Ja, derzeit spricht vieles dafür. Es wird zudem geprüft, ob wir das System auch für unsere Mensa am Mülheimer Campus übernehmen“, sagt Peito-Höltgen. In allen anderen Mensen könne das System aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht umgesetzt werden. 

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