Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Psychologie an der UDE

Bisher kann man bereits aus über 100 Bachelor- und Masterstudiengängen an der UDE wählen. (Foto: fro)

25.07.2016 11:09 - Philipp Frohn



Ab kommenden Wintersemester kann nun auch an der Universität Duisburg-Essen Psychologie studiert werden. Zunächst müssen Interessierte jedoch die hoch angesetzte Numerus Clausus-Hürde nehmen. Der Grund dafür liegt in der Begrenzung auf vorerst 30 Studienplätze.

Nun reiht sich auch die Universität Duisburg-Essen in die Hochschulriege ein, die Psychologie anbietet. Im Oktober startet der neue Studiengang, an dessen Ziellinie ein Bachelor of Science winkt. „Dass man bisher nicht Psychologie als eigenen Studiengang an der UDE studieren konnte, hat vor allem historische Gründe“, sagt Mike Lüdmann vom Institut für Psychologie und begründet das mit der Fusion der ehemaligen Hochschulen Essen und Duisburg zu einer Gesamthochschule und der Fokussierung auf die Lehramtsstudiengänge. Bislang konnte man Psychologie lediglich als Teilfach anderer Studiengänge studieren. So enthalten Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften, Soziale Arbeit oder das Lehramtsstudium Veranstaltungen mit psychologischem Schwerpunkt. Die Option eines Unterrichtsfachs Psychologie für angehende Lehrer*innen – wie es bereits an der Technischen Universität Dortmund möglich ist – sei jedoch noch nicht geplant.

Der Weg zum Studium

Was sollte man können, wenn man Psychologie studieren will? „Als erstes sollten die Studierenden ein Interesse mitbringen, menschliches Erleben und Verhalten auf einem abstrakten und komplexen Niveau verstehen zu wollen. Zweitens sollten sie an wissenschaftlichem Denken interessiert sein, also über gute analytische und logisch-mathematische Fähigkeiten verfügen“, sagt Lüdmann über die Anforderungen seines Fachs. Außerdem solle man der englischen Sprache mächtig sein, da ein erheblicher Teil der Fachliteratur auf Englisch verfasst ist.

Studieninteressierte sollten sich zudem auf eine hohe Zulassungsbeschränkung vorbereiten. „Derzeit besteht nur die Kapazität für zirka 30 Studierende,“ so Lüdmann. „Erwartungsgemäß wird die Anzahl der Bewerber*innen diese Zahl deutlich übersteigen, sodass auch hier mit einem relativ hohen NC zu rechnen ist.“ Ein Blick auf die Verfahrensergebnisse des vergangenen Jahres anderer Hochschulen könnte ein Anhaltspunkt dafür sein: Während die Bergische Universität Wuppertal mit einem Numerus Clausus von 1,4 eine – in Relation zu anderen Universitäten – niedrige Hürde stellt, müssen künftige Psychologiestudierende an der Universität zu Köln sowie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf einen Abiturdurchschnitt von 1,0 vorweisen.

Hoher Numerus Clausus

Dass die örtlichen Zulassungsbeschränkung der Universitäten lediglich eine Selektionsmaßnahme darstellen, wird vielerorts kritisiert. Die Abiturnote gibt schließlich nur wenig Aufschluss über die tatsächliche Eignung der Studierenden für ein Fach. Wer nicht die passende Note auf dem Abschlusszeugnis vorweisen kann, hat das Nachsehen und muss sich umorientieren, Wartesemester in Kauf nehmen oder auf eine Hochschule in einem anderen Land ausweichen. So können sich Abiturient*innen mit einem Notendurchschnitt von 1,9 auf etwa zwölf Wartesemester einstellen, wenn sie Medizin studieren wollen. Seit einigen Jahren gibt es einen Trend, dass sich Studierende mit entsprechendem finanziellen Background der Eltern einen Studienplatz an der Universität erklagen. Doch nicht nur kurz vor Studienantritt zeigt sich, dass die Bildung trotz des Bildungserfolgs der Schüler*innen mit der sozialen Herkunft zusammenhängt. So beginnen beispielsweise 77 Prozent der Akadamiker*innenkinder ein Studium, aber nur 23 Prozent der Kinder aus nicht-akademischen Haushalten schaffen den Gang an die Universität.

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