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STUDIUM & FREIZEIT

Profisportler*innen zu Gast an der UDE

24.09.2018 09:38 - Daniel Veutgen

Profisportler*innen zu Gast an der UDE Olympiasieger Fabian Hambüchen war im Rahmen des Gesundheitstages an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu Gast. Mit ihm auf dem Podium saß Mareike Adams, Vize-Europameisterin im Rudern. Beide sprachen über ihre Vergangenheit, Ernährung, oder den Ausstieg aus dem Profisport – und stellten sich auch den Fragen von Studierenden.
 

Vor zwei Jahren saßen Sportfans aus aller Welt gebannt vor dem Fernseher um die Olympischen Spiele in Rio zu verfolgen. Einer der Gewinner von damals: Fabian Hambüchen. Mit gerade einmal 1,63 Meter Körpergröße hatte es der Wetzlarer auf den Turn-Thron geschafft. Auch Mareike Adams kann auf eine erfolgreiche Sportlerinnen-Karriere zurückblicken. Als Juniorin war sie 2011 im Doppelvierer Weltmeisterin im Rudern geworden, als Erwachsene 2014 bei der EM zu Silber und bei der WM 2015 zu Bronze gerudert. Zwei echte Profis also, die da an der UDE zu Gast sind. Der sportliche Erfolg ist jedoch nicht alles, was die beiden Athlet*innen verbindet.

 

Beide stammen aus Wetzlar, haben für einige Zeit sogar dieselbe Schule besucht. Persönlich kennengelernt hatten sich die beiden zu dieser Zeit aber nicht, erzählen sie Ulf Gebken, Moderator der Podiumsdiskussion und Professor am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften an der UDE. Inzwischen sind beide als Sportstudierende eingeschrieben – und erneut ist die räumliche Distanz nicht all zu groß.

 
Während Hambüchen in Köln Leistung und Sport studiert, ist Mareike Adams als Sportstudentin an der UDE. In ihrer aktiven Karriere hat sie jedoch nicht viel vom Campusleben mitbekommen: „Man hat eigentlich kein Leben außer studieren, trainieren und schlafen.“ Auch Hambüchen hatte während seiner Profikarriere kaum Zeit, sich das Unieigene Sportangebot anzuschauen, schwärmt aber von einem besonderen Wettkampf unter Studierenden.
 
„Ich war einmal bei der Universiade dabei und das ist echt abgefahren, fast besser als Olympische Spiele – es ist mit das größte Multisportevent der Welt“, erzählt der ehemalige Profiturner und schwelgt in Erinnerungen: „Als Sportler darfst du überall rein, die anderen unterstützen und anfeuern, das gibt ein ganz anderes Flair, ein ganz anderes miteinander. Man lernt sich viel besser kennen, das war echt schön.“ Alle zwei Jahre messen sich bei der Universiade über 6000 Athlet*innen aus aller Welt. So gemeinsam der bisherige Bildungsweg ausfällt, so unterschiedlich war die Ernährung während der Trainingszeiten.
 
Bis zu 6000 Kalorien täglich verdrückte Mareike Adams während ihrer sportlichen Laufbahn. Hambüchen hingegen musste strenge Diät halten. „Rudern ist hier so der ideale Sport: Fressen ohne Ende. Beim Turnen genau das Gegenteil, je leichter je besser“, stellt Hambüchen etwas neidvoll fest. Lediglich einen Cheat-Day, also einen Tag Diät-Pause pro Woche, gab es. Der wurde nach der Karriere erstmal auf mehrere Cheat-Monate ausgedehnt.
 

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Gäste und Studierende bekamen ebenfalls die Möglichkeit, Fragen an die beiden Profisportler*innen zu stellen. Dabei ging es unter anderem darum, wie man die Motivation findet sich aufzuraffen, mit Niederlagen umgeht oder wie man am besten selbstgesteckte Ziele erreicht. Dabei sollten diese Ziele auf keinen Fall zu groß sein, sonst kommt schnell Frust auf.
 
„Man muss realistisch bleiben und Zwischenetappen einbauen – nicht nur an das ganz große Ziel denken. Ich probiere kleine Tagesziele zu entwickeln und mich daran zu motivieren“, erklärt Hambüchen und bezieht das dabei nicht nur auf den Sport: „Klar, die Uni nervt einen manchmal – aber du musst dich fragen: Warum machst du das?“ Auch beim Umgang mit Niederlagen geben Hambüchen und Adams Ratschläge, die nicht nur auf den Sport bezogen sind.
 
Beide Athlet*innen sind sich einig: Ein positives Umfeld ist enorm wichtig um Rückschläge gut wegzustecken. „Jeder braucht jemanden, der einem positiv zuredet. Wenn ich ein starkes Umfeld habe, kann ich lernen mit der nächsten Niederlage umgehen. Und mit der Zeit wird es dann einfacher, Niederlagen zu verarbeiten“, sagt Adams, die Zustimmung von Hambüchen erhält: „Niederlagen analysieren, gutes Umfeld schaffen, Leute ranholen, die einem klar und deutlich sagen wo man Mist gebaut hat – dann kann man es beim nächsten Mal besser machen.“ 

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