akduell berichtete).">
Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Naziladen Oseberg Rosa eingefärbt

Heute Mittag in der Essener Fußgängerzone: Am Oseberg versucht man, sauber zu machen (Fotograf*in der Red. bekannt)

13.03.2014 17:11 - Gastautor*in



Das Schaufenster des Bekleidungsgeschäfts Oseberg in der Essener Innenstadt, das ausschließlich Produkte der Neonazi-Marke Thor Steinar verkauft, ist in der vergangenen Nacht anscheinend von Antifaschist*innen mit rosa Farbe übergossen worden. Die Hintergründe sind derzeit noch unbekannt, aber seit Jahren wehren sich Essener*innen gegen das Geschäft, dessen Mietvertrag erst vor einigen Monaten verlängert wurde ().

Anders als manche andere Marken, die auch in der Neonazi-Szene gerne getragen wurden oder werden, ist die Marke Thor Steinar von Neonazis explizit für die rechte Szene erfunden worden. Obwohl die Marke inzwischen auf dem Papier an einen in Dubai gemeldeten Investor verkauft worden ist, hat sich nichts daran geändert, dass Neonazis für die Firma arbeiten. Es ist davon auszugehen, dass weiterhin Teile der Gewinne in die Szene fließen.


Nach der Demonstration im September vergangenen Jahres war es wieder ruhig geworden um den Oseberg. Im Gründungsjahr 2009 war es Antifaschist*innen nicht nur gelungen, das Schaufenster deckend einzufärben, so dass sie längere Zeit durch eine Holzwand ersetzt wurde, einzelne waren auch mit einem Feuerlöscher in das Geschäft eingedrungen und hatten .


Obwohl die Stadt Essen seit Jahren versucht, die nördliche Innenstadt als Kreativ- und Universitätsviertel aufzuwerten, gelang es bisher nicht, den seit 2009 dort ansässigen Oseberg loszuwerden. Absurderweise liegt er mitten auf der von der Stadt Essen ausgerufenen "Respektmeile", die von zwei Stellwänden begrenzt wird, auf denen zu lesen ist "Rassismus entsteht im Kopf - Offenheit auch". Die Offenheit, mit der hier jahrelang auch Rassist*innen und Neofaschist*innen begegnet wird, gibt der Botschaft einen mehr als üblen Beigeschmack.

Wie ich meinen Vater auf Unterhalt verklagt habe

Wie es sich anfühlt, seine Eltern auf Unterhalt zu verklagen und welche Gründe und gesetzlichen Grundlagen es dafür gibt:
 

Wissenschaft: Überstunden und Vitamin B

Von befristeter Stelle zu befristeter Stelle: Wir haben mit zwei Forschenden über das Karriere-Sieb an Universitäten gesprochen.
 

How Pop Culture Might Shape Dialogues Against BDS

Our editor Dennis Pesch had the chance to talk to Chloé Valdary when before she was holding a lecture at University Duisburg-Essen.
 
Konversation wird geladen