Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

–>Mein Campuserlebnis<–

12.11.2018 11:12 - Sophie Schädel

In unserer Serie Campuserlebnisse erzählen Studierende von ihren schönsten, peinlichsten, kuriosesten oder verwirrensten Momenten an der Universität Duisburg-Essen.
 
Wir hatten viel Spaß, als wir Journalismus studiert haben. Oft in der Uni, oft aber auch zu dritt im Wohnzimmer beim ein oder anderen Glas Whiskey Cola. Bei einem unserer geselligen Abende fiel meinem Kommilitonen ein: „Mist, morgen früh müssen wir die Abgabe hochladen.“ Gefragt war der recherchierte Einstieg in eine Reportage samt Protagonist*in. Wie macht man das nachts um vier Uhr? Tja, mit einem ziemlich angeheiterten Kopf und einem ebenfalls ziemlich angeheiterten Verhältnis zur journalistischen Sorgfaltspflicht.
 
Wir dachten uns also munter drei Protagonist*innen und eine jeweils passende Szene aus. Bei mir ging es um die Tristesse im Leben eines Supermarktkassierers. Wir schrieben gemeinsam unsere Einstiege, schütteten dabei einiges an Getränken zur Kreativitätssteigerung in uns hinein, und leider auch über meinen Computer – die Feststelltaste klebt bis heute fest – und reichten pünktlich um acht alles ein.
 
Nach einer Stunde Schlaf und mit einem gewaltigen Kater fuhren wir zu unserem Seminar und sprachen dort über unsere Einstiege. Wir waren ganz überrascht, denn wir konnten uns längst nicht mehr an alles erinnern, was wir da nachts fabriziert hatten. Mein Einstieg war aber so gelungen, dass unsere Dozentin ihn für spätere Semester als gutes Beispiel in die PowerPoint einfügte.
 
Dann kam allerdings das böse Erwachen: Mit diesem Einstieg und unseren Protagonist*innen sollten wir eine ganze Reportage schreiben, die als benotete Leistung unser Seminar abschließen sollte. Da mein Supermarktkassierer nie existiert hatte und ich nicht zugeben wollte, alles erfunden zu haben, habe ich das Seminar im Semester darauf noch einmal besucht. Diesmal mit echtem Protagonisten, echter Recherche – und nüchtern.
 

Wie trauern Studierende?

An wen können sich Studierende wenden, wenn sie traurig sind?
 

Langsame Menschen

Zwei Perspektiven über langsame Menschen:
 

„Du musst nur an dich glauben“

Reicht der Glaube an sich selbst oder blendet ein solches Credo Umstände wie Kapitalismus aus? Eine Kolumne.
 
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