Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

–>Mein Campuserlebnis<–

Maskiert zur Präsenzklausur

03.08.2020 13:52 - Magdalena Kensy

Als ich die Nachricht erhielt, dass meine erste Klausur im Semester in Präsenz geschrieben wird und nicht wie erwartet online, war ich erstaunt und etwas aufgeregt. Klausuren alleine machen schon nervös, aber durch das Corona-Virus hatte sich meine Haltung gegenüber Großveranstaltungen oder Aktivitäten außerhalb meiner Wohnung verändert.

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Die Universität Duisburg-Essen hatte einige Maßnahmen getroffen, um alle Beteiligten zu schützen. Trotz allem stand ich diesem kritisch gegenüber. Die UDE hat in ihrer Verordnung der Hygienemaßnahmen beschlossen, dass man innerhalb der Gebäude einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss, den aber während der Klausur absetzen darf. Meine Klausur war für 90 Minuten angesetzt und genau das bereitete mir Sorgen. 90 Minuten mit Menschen in einem Raum, ohne zu wissen, wo und mit wem sie sich rumtreiben und ob sie sich vielleicht infiziert haben.

 Ich sah schon von weitem, dass sich viele einzelne Grüppchen vor dem Audimax versammelt hatten. Die Frage, wie die Durchlüftung für so viele Menschen sichergestellt werden sollte, habe ich verdrängt. Pünktlich um 13 Uhr begann der Einlass. Durch die Corona-Regeln mussten alle im Vorraum den Mindestabstand einhalten und eine Maske tragen. Das hätte ich mir schon vor dem Gebäude gewünscht. Der Einlass dauerte schließlich durch die einzelnen Einlasskontrollen und die nummerten Platzzuweisungen über 45 Minuten. In der Zeit, in der die letzten Leute langsam eintrudelten, konnte ich mich in Ruhe umschauen. Es wurde nur jede vierte Reihe mit jeweils zwei bis drei Menschen besetzt, die restlichen Reihen waren abgesperrt.

Die Platznummern wurden beim Einlass zugewiesen und waren gut erkennbar auf die Tische geklebt worden. Das Audimax in Duisburg ist für knapp 600 Leute ausgelegt, nur knapp 70 Menschen fanden nun zur Klausur dort Platz. Ich muss sagen, ich war etwas beeindruckt und auch erleichtert, so viel Platz zu haben. Angst, dass mir jemand in der Klausur  zu nah kommen würde, war nicht mehr da. Als alle Schreiber*innen die Klausur vor sich liegen hatten, durften wir die Masken absetzen. Es gab zwar keine konstante Durchlüftung, aber zum Glück hatte ich nach 45 Minuten meine Klausur beendet und konnte den Raum verlassen. Im Endeffekt waren die Maßnahmen gut umgesetzt. Ich bin trotzdem froh, dass ich nicht in der zweiten Gruppe war, die geschrieben hat. Denn wie der Raum vollständig durchlüftet und ob die Plätze dann auch ausreichend desinfiziert werden würden, war ich mir nicht sicher.

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