Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Mangelware Lernfläche

Die Lernbedingungen an der UDE lassen zu wünschen übrig, kritisieren Studierende. (Symbolbild: fro)

26.01.2018 12:25 - Philipp Frohn



Die Vorlesungszeit neigt sich dem Ende zu und die ersten Prüfungen stehen vor der Tür. Besonders jetzt beklagen sich Studierende der Universität Duisburg-Essen über zu wenig Lernflächen in der Universitätsbibliothek (UB) und über eine schlechte Internetverbindung.

In den Räumlichkeiten der UB herrscht Platzmangel, kritisieren Studierende. Noch greifen sie nicht auf die bewährte Handtuch-Methode zur Reservierung eines Arbeitsplatzes in den Bibliotheken zurück. Vor allem am Campus Duisburg seien Gruppenarbeitsplätze aber eine Mangelware, schildert Student Niko Ernst. 170 solcher Arbeitsplätze gibt es etwa in der LK-Bibliothek. „Die Plätze sind natürlich schnell weg und man weiß dann nicht wohin, weil man ja in den anderen Bereichen nicht reden darf“, schildert er. „Wenn man Pech hat, findet man bis circa 18 Uhr keinen Platz in den Gruppenräumen.“ Vor allem zu Stoßzeiten in den Prüfungsphasen sei es besonders schwierig, einen Lernplatz zu finden, pflichtet ihm Student Tobias Luczak bei – auch an Einzelarbeitsplätzen. „In solchen Zeiträumen meide ich die Unibibliothek meistens und suche mir andere Lernräume an der Uni“, erzählt er.

Doch auch in Essen scheint die Lage nicht besser zu sein. „Erfahrungsgemäß sind ab spätestens 11 Uhr sowohl die Einzel- als auch Gruppenarbeitsplätze belegt“, erläutert Studentin Christina Henniger die Situation in der GW/GSW-Bibliothek. 144 Gruppen- sowie 500 Einzelarbeitsplätze bieten dort Lernmöglichkeiten. Aber: „Man muss Glück haben, dass jemand in dem Moment geht, um einen Platz zu bekommen.” Seit Oktober hat sich die Sitation durch die Sanierungsarbeiten zusätzlich verschärft. Denn seitdem ist das zweite Obergeschoss gesperrt. Wie die UB bestätigt, dränge man sehr darauf, dass die Arbeiten Ende Februar fertig sind. „Etwas versteckt, aber inzwischen gut genutzt, wurden Zeichensäle als Zwischenlösung für das zweite Obergeschoss in Essen mit circa 100 Gruppenarbeitsplätzen eingerichtet“, so die Bibliothek. Dort habe man bis nach 13 Uhr Chancen auf einen Arbeitsplatz. „Allerdings gibt es dort keine Mangelware Lernfläche Steckdosen – zumindest konnte ich keine entdecken“, so Henniger. Wegen der Sanierungen erhalte die UB jedoch kaum Kritik. „Es liegen keine umfassenden Beschwerden vor, stattdessen ist von allen Seiten die Bereitschaft festzustellen, aus der Situation das Beste zu machen,“ so die UB.

„Das WLAN ist eine Katastrophe“

„Weil die UB in der Tat weiß, wie wichtig dieses Angebot für ein gutes Studium ist, wird das Angebot an Arbeitsplätzen in der UB ausgebaut“, heißt es. Allein von 2013 bis 2016 seien 200 neue Einzel- sowie 170 neue Gruppenarbeitsplätze ermöglicht worden. Ob das Angebot weiter ausgebaut werden soll, bleibt allerdings unbeantwortet. Die UB investiert in die Gestaltung des Lernraums wie in Tische, Stromversorgung, Beleuchtung, WLAN-Ausstattung, Scanner und Drucker. Auch soll nach Raum für weitere PC-Arbeitsplätze gesucht werden.

„Wenn man Glück und einen Gruppenarbeitsplatz gefunden hat, hapert es am meisten am Internet. Man bekommt keine Verbindung zum
Internet und kann dadurch nicht vernünftig arbeiten“, beschreibt Ernst seine Erfahrungen am Campus Duisburg. Das Netz sei regelmäßig überlastet, auch wenn sich nur wenige Studierende in der Uni aufhielten. „Sachen, die man zum Arbeiten braucht, funktionieren nicht.“ Christina Henniger bestätigt dies auch für den Essener Campus. Die Verbindung sei – sofern vorhanden – schlecht, sodass Recherchen kaum möglich seien. „Das WLAN ist zwischen 12 und 16 Uhr eine Katastrophe“, sagt sie.

Unbekannt sind dem Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM) die Probleme nicht: „Bekannt ist, dass trotz zahlreicher Maßnahmen nicht immer die erwartete Qualität erreicht wird.“ Ein Grund dafür seien auch die gestiegenen Kapazitäten. Seit 2014 habe sich die Zahl der Geräte, die sich ins Universitäts-WLAN einloggt, verdoppelt. Das ZIM möchte das WLAN am Campus weiter ausbauen. „Demnächst kommen übrigens neue Komponenten zum Einsatz, sodass die UDE bald über den zurzeit schnellsten WLAN Standard verfügen wird“, heißt es.

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