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STUDIUM & FREIZEIT

Lehramtsstudium: Neue Übergangsregel sorgt für Frust

Eine neue Übergangsregel im Lehramt sorgt bei Studierenden für Unverständnis. (Foto: fro)

05.04.2018 09:01 - Philipp Frohn



Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass es ab dem Sommersemester eine neue Übergangsregel für Lehramtsstudierende gibt. Nun bestehen mehr Einschränkungen, um bereits im Bachelor Master-Seminare vorzuziehen. Bei Studierenden stößt das auf Unverständnis.

Lehramtsstudierende, die ihren ersten Abschluss noch nicht in der Tasche haben, können trotzdem Master-Kurse besuchen und einzelne Prüfungen belegen. Ein reibungsloser Übergang soll damit gewährleistet sein. Neu ist jetzt, dass die Studierenden ihre Bachelorarbeit dafür angemeldet haben müssen. Dann können sie weiterhin bis zu 30 Credit Points aus dem Master erwerben. „Viele Studierende saßen bereits in Master-Veranstaltungen, während sie aber für lange Zeit im Bachelor-Studium hängen geblieben sind. Nun wird der ganze Prozess um einen Faktor von außen beschleunigt“, erläutert Benny Grabowski von der die Gründe der Universität, die bis Redaktionsschluss gegenüber der akduell selbst keine Stellung bezog.

Zusätzlicher Zeitdruck

Erfahren haben die Studierenden von der neuen Übergangsregelung und drücken in den Kommentarspalten ihren Frust aus. Auch Sophie Rademacher, Lehramtsstudentin für die Fächer Sport und Musik, ist davon betroffen: „Diese Tatsache setzt mich gerade extrem unter Druck, da ich quasi alle Bachelor-Kurse in Sport fertig habe und mein Stundenplan beinahe leer sein wird, wenn ich die geplanten Master-Kurse jetzt doch nicht mehr belegen kann.“ Sie habe zwar mit ihrer Bachelorarbeit begonnen, möchte sie aber nicht unter zusätzlichem Zeitdruck schreiben.

Besonders über die kurzfristige Ankündigung regen sich Studierende auf. „Über diese Übergangsregelung kurz vor Semesterstart bei Facebook informiert zu werden, ist extrem ungünstig, da die Kurswahl lange gelaufen und das neue Semester schon geplant ist“, stimmt Rademacher dem Großteil ihrer Kommiliton*innen zu. Mehr Vorlaufzeit und mehr Transparenz hätten sich die angehenden Lehrer*innen gewünscht, um das Semester sinnvoll planen zu können.

Benny Grabowski von der Lehramtsvertretung betont, dass sich in der Realität für die meisten Studierenden nicht viel ändern werde. „Sollten dennoch Probleme bestehen, kann man sich gerne an uns wenden“, so Grabowski. Dann könnten gemeinsam Lösung gefunden werden.

Welche Veranstaltungen ihr während des Bachelors vorziehen könnt, .

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