Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

–>Mein Campuserlebnis<–

Kursanmeldung verpasst - und jetzt?

22.10.2020 10:57 - Magdalena Kensy

Ich fuhr meinen Laptop hoch und schaute in mein Mail Postfach. Ich musste kurz überlegen, wann ich die Mail von meinem Studiengangskoordinator bekommen hatte. Dort standen die Termine zur Seminarwahl  für das kommende Wintersemester. Wer zu spät kam, konnte damit rechnen nicht in sein Wunschseminar zu kommen und musste notgedrungen einen anderen Themenschwerpunkt wählen. Bis zu 30 Leute kommen in ein Seminar und ich hatte mein Semester schon vorgeplant. Für mich kam nicht jedes Thema in Frage, entweder weil es mich nicht interessierte oder weil es zeitlich nicht mit meiner Arbeit passte. 

Ein Aufbauseminar konnte am 16.10. gewählt werden, da hatte ich noch Zeit. Kurz bevor ich die Mail schließen wollte, traf es mich wie ein Schlag. Dort stand in dick geschriebenen Buchstaben der 4. Oktober. Auf meinen Laptop prangte jedoch schon eine 5. auf der Datumsanzeige. Mir stockte der Atem und ich war wie paralysiert. Hatte ich gerade etwa die Anmeldefrist für meine Seminare verpasst? Fehlten mir jetzt drei Kurse und die dazugehörigen Vorlesungen? 

Ich aktualisierte mein Postfach alle paar Minuten.

Für mich ging in dem Moment ein stückweit die Welt unter. Ich habe das 5. Semester vor mir – jedoch ohne irgendeine Veranstaltung. Ein komplett freies Semester. Das konnte nicht sein, bereits die ersten dicken Tränen rollten über mein Gesicht und ich schrieb unter Schluchzen meinem Studiengangskoordinator. Ich fühlte mich elendig. Mir war es unglaublich peinlich, mir selbst und einer Lehrperson eingestehen zu müssen, dass ich nach zwei Jahren Studium gefühlt zu blöd war meine Seminare zu wählen. 

Nachdem die Mail abgeschickt war, aktualisierte ich das Postfach alle paar Minuten in der Hoffnung, sofort eine Antwort zu erhalten. Nach einer Stunde dämmerte mir jedoch, dass ich mir  wohl einen anderen Schlachtplan machen musste. Ich machte eine Liste was alles zur Auswahl stand: Praktikum, Ergänzungsmodule oder nur Arbeiten. Ich war mit keiner dieser Optionen vollständig zufrieden, aber sie beruhigten mich soweit, dass ich aufhörte zu weinen. 

Am nächsten Morgen öffnete ich sofort mein Postfach, die Antwort von meinem Studiengangskoordinator war im Spam-Ordner gelandet. Mir fielen tausend Steine vom Herzen als ich las, dass noch ein paar Plätze in wenigen Seminaren zur Verfügung standen und er versuchen würde mich nachzumelden. Die Auswahl an Seminarthemen war nicht gerade das, was ich mir gewünscht hatte, aber ich würde nicht ohne Veranstaltungen im fünften Semester sitzen. Nun habe ich zwei englischsprachige Seminare und bin gespannt wie es werden wird, mit  einer Hausarbeit und einer mündlichen Prüfung auf Englisch. Frau wächst mit ihren Herausforderungen, aber dennoch will und werde ich nie mehr in solch eine missliche Lage kommen. Das habe ich mir geschworen. 
 

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