Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Im Interview: Liberale Hochschulgruppe

Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) tritt in diesem Jahr mit 17 Kandidat*innen zur Wahl an. (Bild: LHG)

21.11.2017 19:38 - Die Redaktion



Vom 27. November bis zum 1. Dezember wird an der Universität Duisburg-Essen das neue Studierendenparlament gewählt. Im Interview erklärt die Liberale Hochschulgruppe (LHG), was sie in der nächsten Wahlperiode plant und umsetzen möchte.

akduell: Das Ruhrgebiet ist die Hochburg des Pendelns. Das Semesterticket auf dem Smartphone sorgt für Frust, Parkplätze an den Campussen sind rar, Fahrrad-Schnellwege längst nicht Realität. Was plant ihr für die Studierenden in Sachen Mobilität zu tun?

LHG: Als Pendleruni brauchen wir ein ganzheitliches Verkehrskonzept, das den Ansprüchen der Studierenden gerecht wird. Schlechte Instandhaltung der vorhandenen Parkplätze, nicht barrierefreie Behindertenparkplätze, die schlechte Sicherheitslage und eine mögliche Reduzierung des vorhandenen Parkraums sehen wir hier besonders kritisch. Vor allem die Universitätsverwaltung ist in der Pflicht, diese Probleme anzugehen. Im Stupa werden wir uns dafür einsetzen, dass diese Probleme in den Fokus gerückt werden.

akduell: Diszipliniertes Lernen steht dem Wunsch gegenüber das Studium frei und flexibel zu gestalten. Viele Studierende arbeiten in bis zu drei Jobs. NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen plant die Einführung der Anwesenheitspflicht für Universitäten wieder zu ermöglichen. Ist das noch zeitgemäß?

LHG: Als Liberale Hochschulgruppe steht für uns die Freiheit im Vordergrund, sein Studium selbstbestimmt gestalten zu können. Die Anwesenheitspflicht existiert trotz ihrer Abschaffung faktisch weiter, da es in vielen Seminaren und Vorlesungen keine Möglichkeit gibt im Nachhinein an die Lehrinhalte zu kommen. Daher fordern wir, dass die technischen Möglichkeiten genutzt werden und Lehrinhalte online zugänglich machen. Dies ist zum Beispiel durch das hochladen der Vorlesungsfolien in moodle oder auch das aufzeichnen der Vorlesungen, was in vielen Hörsälen bereits technisch möglich ist, möglich.

akduell: Die Landesregierung will Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer*innen einführen, mit dem Ziel Personalschlüssel, Qualität des Studiums und Ausfinanzierung der Hochschulen zu verbessern. An der UDE studieren 7.478 Menschen aus Nicht-EU-Ländern (Stand WS 2016/17). Wie werdet ihr euch dazu im StuPa verhalten?

LHG: Die politischen Möglichkeiten des StuPas in die Landespolitik einzugreifen sind mehr als begrenzt. Wer sich gegen Studiengebühren engagieren möchte, sollte sich landesweiten Protestaktionen anschließen.

akduell: Einige Studierende durchleben bei der digitalen Anmeldung von Prüfungen viele Probleme. Zusätzlich verlieren sie bei den vielen unterschiedlichen Portalen - HISinOne, LSF, Moodle, Semesterapparat - die Übersicht. Wie wollt ihr hier für einen klaren Durchblick sorgen?

LHG: Ein einheitliches Anmeldesystem für Prüfungen sollte das Ziel der Universitätsverwaltung sein. Darüber hinaus fordern wir eine Verlängerung der An- und Abmeldezeiträume und die Abschaffung der Drittversuchregelung.

akduell: Viele Studierende der UDE pendeln aus den umliegenden Städten zu den Campussen. Essen und Duisburg gelten nicht als Wohlfühloasen, die Studierendenwohnheime sind teuer. Was plant ihr um die Campusse und Städte für die Studierenden als Lebensraum attraktiver zu machen?

LHG: Städtebauliche Projekte zur Umgestaltung der Städte Duisburg und Essen liegen ebenfalls nicht im Kompetenzbereich des StuPa. Wer sich in Essen oder Duisburg nicht wohlfühlt, sollte sich kommunalpolitisch engagieren und nicht hochschulpolitisch. Darüber hinaus gestalten Studierende ihre Umgebung auch von alleine, ohne Zutun des StuPas.

akduell: Mit nextbike und Kulturticket wurden Zusatzangebote für Studierende geschaffen. Der Finanzhaushalt wird dadurch stärker beansprucht, eine Erhöhung der AStA-Beiträge scheint nur noch Formsache. Wohin soll die Reise gehen: Ein möglichst breites Angebot oder ein niedriger AStA-Beitrag ohne zusätzlichen Schnickschnack?

LHG: Viele Angebote des AStA werden nicht genutzt. Trotzdem zahlen alle Studierende dafür. Wir fordern daher, dass eine Evaluation des Angebotes stattfindet um ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen und den Semesterbeitrag auf einem sozialverträglichem Niveau zu halten. Sollten die linksgrünen AStA-tragenden Listen weiter an ihrer „immer-mehr“-Strategie festhalten, gibt es keine Chance, den Semesterbeitrag unter 300€ zu halten.

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