Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Fitness nach der Vorlesung

   Rudergerät, Brust- und Beinpresse, Rückenstrecker, Hanteln – ich kenn’ sie alle.

(Foto: seg)

26.11.2018 11:11 - Julia Segantini

Wer trotz Kekssaison fit bleiben möchte, sich aber nicht mit FitX, McFit und Co. anfreunden kann, ist im Universitäts-Sportclub (USC) gut aufgehoben. In freundlicher Atmosphäre mit individueller Betreuung kann man in unmittelbarer Uninähe den Körper ertüchtigen. Unsere Redakteurin Julia Segantini betritt zum ersten Mal ein Fitnessstudio, testet bei einem Schnupper-Training die Geräte und informiert sich über Ernährungsberatung.

Auf einer Seite reihen sich Laufbänder und Crosstrainer, auf der anderen Seite verschiedene Kraftgeräte. Aus den Boxen tönt Rockmusik. Bevor es an die Geräte geht erklärt Sarah, eine der Trainerinnen im USC, dass jeder Neuling einen individuell zugeschnittenen Trainingsplan bekommt. „Du sagst mir, wo dein Fokus ist und dann kann ich dir einen Trainer zuweisen, mit dem das bestmöglich passt“, erklärt sie. Art und Häufigkeit der Trainingseinheiten werden gemeinsam besprochen. „Es kommt auf

Jede*r, der*die hier trainiert, kann eine Ernährungs-beratung in Anspruch nehmen.

deine Erfahrungen an und ob du Vorerkrankungen hast. Es gibt keine vorgefertigten Pläne“, verdeutlicht sie. „Wenn jemand partout keinen Trainingsplan möchte, ist das auch in Ordnung.“

Nach dem Aufwärmen auf dem Laufband bin ich bereit für die nächsten Stationen. Ich mühe mich an Rudergerät, Brust- und Beinpresse, Rückenstrecker, mit Hanteln und bei Sit-ups ab. Sarah macht mir die richtige Nutzung der Geräte vor und achtet darauf, dass ich sie richtig ausführe. „Das schaffst du noch“, feuert sie mich an. Außer mir trainieren sechs weitere Sportbegeisterte – wesentlich routinierter als ich. Eine Gruppe aus zwei Männern und einem Trainer wechselt sich lachend an den Geräten ab.

Jede*r, der*die hier trainiert, kann eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. John ist Student der Ernährungswissenschaft in Mönchengladbach und bietet seine Dienste donnerstags von 18 bis 21 Uhr und sonntags von 10 bis 15 Uhr an. „Wichtig ist, dass man eine Übersicht darüber mitbringt, was man die letzten drei Tage gegessen hat“, erklärt Sarah. „Damit er weiß, wo dein ‚Fehler‘ liegt, was du für Präferenzen hast, wogegen du allergisch bist oder ob du vielleicht viel zu viel oder viel zu wenig isst.“

Ich gestehe, dass ich am liebsten jeden Tag Pizza essen würde. In Maßen sei das okay, beruhigt mich Sarah. John wolle dabei helfen, „Ernährung neu zu lernen“, statt 12 Wochen-Diäten mit anschließendem Jo-Jo-Effekt durchzuführen. Termine mit ihm finden, auch außerhalb seiner Sprechzeiten, regelmäßig statt. Dabei werden die Fortschritte besprochen und das Training oder der Plan gegebenenfalls angepasst. „Ich esse kaum Fleisch, ist das wegen Eiweiß ein Problem?”, frage ich. Da John selbst Veganer ist, seien auch vegane Ernährungspläne kein Problem, erzählt Sarah.

Familiäre Fitness

Einen Raum extra für Frauen, wie in großen Fitnessstudioketten, gibt es nicht. Sarah ist davon überzeugt, dass er hier überflüssig wäre. „Ich

glaube, jeder von uns hatte schon die Erfahrung, dass man sich angegafft gefühlt hat, nicht unbedingt nur im Fitnessstudio“, meint sie. Fälle, bei denen Frauen sich hier belästigt gefühlt hätten, seien ihr nicht bekannt. „Sowas hätte auch immer Konsequenzen, das geht gar nicht, darauf achten wir“, stellt sie klar. Auch ich habe bislang nicht das Gefühl beobachtet oder gar begafft zu werden.

Einen Tag später bei meinem Schnupper-Training im FitX mache ich eine andere Erfahrung. Männliche Blicke verfolgen mich, ich fühle mich nicht nur als Frau, sondern auch als unbeholfene Anfängerin beobachtet. Alles ist auf Hochglanz poliert, alles schick und neu. Trainer*innen, die lachend mit Sportler*innen trainieren, sehe ich nicht. In der gemütlichen Atmosphäre des USC, in der Anfänger*innen und Profis gleichermaßen ihren Platz finden, fühlte ich mich wohler.

Sogar Dozierende kämen hier her zum trainieren, erzählt Sarah. Nicht selten entstünden dabei auch Freundschaften. „Das ist auch interessant für Erstis, die hier vielleicht noch gar keinen kennen.“ Am vollsten sei es sonntags und am Abend. „Man kann aber immer gut trainieren“, versichert Sarah. „Du kannst dich immer mit jemanden zusammen tun und dich abwechseln“, sagt sie.

Wer ohnehin nicht an Yoga-, Zumba-, oder Stepaerobic-Kursen, wie sie in Fitnessstudioketten angeboten werden, interessiert ist, ist hier genau richtig. Am Ende meines Schnupper-Trainings bin ich zwar verschwitzt, aber zufrieden. Eines ist gewiss: der Muskelkater kommt bestimmt.

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