Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Es wird ernst um die neue Mensa

Ein Blick in die Zukunft: Die Außenansicht der neuen Mensa in Duisburg. Credits: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh.

21.12.2017 22:40 - Britta Rybicki



Lange warten die Studierenden auf die neue Mensa am Neudorfer Campus in Duisburg. Nun  reichte die Universität Duisburg-Essen am Mittwoch, 20. Dezember, den Bauantrag beim zuständigen Landesministerium ein. Das Raumprogramm wurde vom Land bereits genehmigt, Entwurfs- und Genehmigungsplanung sind ebenfalls abgeschlossen. Bis zum Baustart im Jahr 2018 muss allerdings noch ein weiterer Meilenstein genommen werden: Die Finanzierungslücke von knapp 12 Millionen Euro gilt es zu schließen.

Auf dem 5.600 Quadratmeter großen Grundstück neben dem soll schon bald die neue Mensa stehen. Die Fläche entspricht etwa einem Dreiviertel eines Fußballfeldes. Die Kosten für den Neubau sind während der Planung von ursprünglich 23,3 auf 35 Millionen Euro angestiegen. Bisher hat das Land allerdings nur 23,3 Millionenen Euro aus zusätzlichen Mitteln genehmigt.

Die Ursache für die nicht gerade unerhebliche Finanzierungslücke: Zum Zeitpunkt der Finanzierungszusage konnte noch keine endgültige Kostenprognose aufgestellt werden. „Wir befinden uns derzeit immer noch in der Prüfung der Kosten, rechnen aber mit Kosten in einer Höhe von 35 Millionen Euro”, erklärt die Pressevertreterin des Studierendenwerks Essen-Duisburg Johanne Peito. Die Kostenschätzung und Bedingung für den Förderantrag  basierte auf einem Leitfaden der Mensaplanung des . Insbesondere die Novellierung der Honorarordnung für Architekt*innen und Ingenieur*innen sowie höhere Anforderungen an die Technik hätten letztlich zu den steigenden Kosten geführt.

Die ersten Visualisierungen sind vielversprechend. Die in die Höhe ragende Glasfassade macht das Uni-Restaurant zu einem markanten Hingucker. Neben dem hellen Speisesaal im ersten Stock soll es mehrere Orte zum Verweilen geben: Die Freitreppe aus Holz, die vom Erdgeschoss in den ersten Stock reicht sowie  am Eingang errichtete Kuben, die an würfelförmige Stände auf einem Marktplatz erinnern.

Explizite Räumlichkeiten für Gruppenarbeiten oder Lernflächen sind nicht vorgesehen. „Es gibt aber die Überlegung, dass bei Bedarf der Speisesaal im ersten Obergeschoss nach Betriebsschluss der Speisenausgabe nachmittags als Lernfläche genutzt werden kann“, erklärt Peito. Das in Duisburg besitzt aktuell ebenfalls täglich festgelegte Zeiten, in denen Studierende die Räumlichkeiten zum Frühstücken und Mittagessen und im Anschluss zum Arbeiten nutzen können.



Verdopplung der täglichen Essen

4.000 Essen für Studierende und Hochschulbedienstete der Universität sind künftig geplant. „Aktuell werden in der Hauptmensa in Duisburg täglich etwa 1.800 Essen ausgegeben“, sagt Peitos Kollegin, Melanie Wessel. Auf 550 Sitzen sollen Besucher*innen auf der ersten Etage und auf 250 im Erdgeschoss Platz nehmen können. Weitere 1.000 Stühle können nach Bedarf dazugestellt werden. Die mit 600 Sitzmöglichkeiten ausgestattete derzeitige Mensa an der Lotharstraße in Duisburg soll dadurch ersetzt werden. Während es im ersten Stock fünf Speisenausgabe und Schnellbedienungstheken geben soll, erhalten Studierende bis zum Nachmittag Tellergerichte – wahlweise sogar zum Mitnehmen. Ebenfalls erweitert wird die Idee des Selbstkochens am Campus: Die derzeit vorhandenen Mikrowellen in beiden Mensen sollen durch Kochinseln ersetzt werden, an denen Speisen individuell zubereitet werden können. Dieses Angebot soll sich vorallem an Veganer*innen und Allergiker*innen richten.

Auf dem Duisburger Mensa-Stammtisch am vergangenen Dienstag, 19. Dezember, haben Fachschaftsvertreter*innen außerdem vorgeschlagen, in Zukunft einen „veganen Wochentag“ einzuplanen, an dem es mindestens zwei vegane Menüs gibt. Oliver Lubojanski, der als Ökotrophologe beim Studierendenwerks Essen-Duisburg tätig ist, nimmt den Vorschlag zunächst eher skeptisch entgegen. Schließlich müsse man sich bei solch einer Entscheidung nach dem Angebot und der Nachfrage richten. Dessen Umsetzung möchte Lubojanski trotzdem prüfen.

Die Verhandlungen zur Kostendeckung stehen noch an. Verläuft alles nach Plan, startet der Baubeginn der neuen Mensa im Sommer nächsten Jahres. Mit deren Fertigstellung ist aller Voraussicht nach erst im Winter 2019 zurechnen.

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