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STUDIUM & FREIZEIT

Es ist immer noch tot

Heruntergelassene Rolläden, verriegelte Tür: Das KKC bleibt weiterhin geschlossen. (Foto: bjg)

13.04.2016 14:21 - Björn Gögge



Vor knapp acht Monaten ereilte den Campus die Nachricht, dass das Kunst und Kultur Café (KKC) vorerst geschlossen wird. Gründe dafür sollen damals unter anderem Sanierungsarbeiten in Millionenhöhe gewesen sein (). In den letzten Wochen fanden erneut Treffen zwischen dem AStA und dem Studierendenwerk statt. Momentan wird darüber spekuliert, das KKC erst in zwei Jahren wieder zu eröffnen.

„Zurzeit geschlossen!“ – und das seit nun mehr als ein halbes Jahr, denn die Türen zur beliebten Campus-Kneipe KKC sind und bleiben vorerst verriegelt. Nicht nur als Gastronomie fungierte das Café direkt neben der Mensa, sondern auch als öffentlicher Raum für Studierende, die sich ohne angespannte Atmosphäre, wie zum Beispiel in der Bibliothek, dort treffen konnten. Jetzt fehlt nicht nur dieser Raum, sondern auch das breite Kulturangebot, dass das KKC mit sich brachte.

Am 1. Oktober vergangenen Jahres trafen sich der AStA und das Studierendenwerk zu ersten Gesprächen. Es wurde beschlossen, dass beide Instanzen eine an der Rettung des KKC mitarbeiten wollen, weitere Gespräche wurden seitens des Studierendenwerks zugesichert. Eines dieser Gespräche fand nun im März statt und es hat sich seit der ersten Zusammenkunft nicht wirklich etwas getan. Der Konsens, dass das KKC wiedereröffnet werden soll, besteht weiterhin und das Studierendenwerk soll über die vergangenen Monate sogar ein Kulturkonzept erstellt haben. Es solle sich aber nicht sonderlich von dem Konzept unterscheiden, dass die beiden Betriebsleiterinnen vor ihrer Kündigung vorlegten. Die Frage bleibt jedoch, warum es so lange dauerte, bis ein bereits bestehendes Konzept vonseiten des Studierendenwerks vorgestellt wurde. „Wir fordern, dass das Studierendenwerk klare Absprachen mit uns hält“, so Corinna Kalkowsky, Referentin für Kultur an der Uni Duisburg-Essen. Es müssen Pläne gemacht werden, in denen die zukünftige Handhabung des Kulturraums klar definiert ist, so Kalkowsky weiter. „Des Weiteren ist zu klären, welche Angebote es für die Studierenden geben werden soll. Zuerst sollten allerdings konkrete Gespräche geführt werden.“ Innerhalb dieser Gespräche soll vor allem auch geklärt werden, inwieweit dem AStA ein Mitsprachrecht zugesagt wird. Dieser fordert beispielsweise ein Schlüsselrecht, sobald der öffentliche Raum wieder zugänglich gemacht wird.

Forderung: Mehr Transparenz

Als Ausgangspunkt der Sanierung des KKCs wurde der Vorschlag unterbreitet, dass die Kosten gedrittelt werden, denn „am Geld soll es nicht scheitern“, so der sinngemäße Konsens. Hierbei sollen sich der AStA, das Studierendenwerk und die Universität die Kosten teilen. So weit, so gut – könnte man denken. Doch Fortschritt sieht anders aus. Am 17. März wurde das KKC begangen um sich gemeinsam ein Bild vom Umfang der Renovierungsarbeiten zu machen. Laut des Kulturreferats sei der Aufwand aber gar nicht so immens, wie er in den Medien dargestellt wurde. Außerdem klagt der AStA die Übernahme bereits existierender Konzepte und die damit verstrichene Zeit an. Hinzu komme noch die Intransparenz bezüglich der gesamten KKC-Thematik. Das Studierendenwerk findet die Schuld eher beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und dessen Bürokratie-Horror. Bis zur Wiedereröffnung soll es angeblich noch zwei Jahre dauern. Das Problem ließe sich aber eigentlich ganz einfach lösen. Während die Baupläne gemacht werden, könnten weiter Absprachen mit dem AStA gehalten werden, quasi ein paralleles als lineares Arbeiten. Dadurch würde eine viel schnellere Öffnung gewährleistet werden und somit wieder ein Raum für Studierende zur Verfügung stehen.

Dazu veranstaltet der AStA am Donnerstag, den 14. April, ein offenes Plenum im Raum T03 R03 D89. Interessierte und Menschen mit eigenen Ideen sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 17 Uhr. Zudem wurde eine kleine Kampagne gestartet: Über den Hashtag #KKC sollen Geschichten und Erinnerungen gesammelt und die Aufmerksamkeit in den Sozialen Netzwerken garantiert werden.

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