Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

„eine für alle“-Studie wird größte Studierendenbefragung Deutschlands

 Die neue Online-Studie bündelt die bisherigen Studierenden-Erhebungen. [Foto: pixabay]
18.05.2021 14:33 - Mona Belinskiy

Anfang Mai startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die bisher größte Studierendenbefragung Deutschlands. Die neu konzipierte Online-Studie „eine für alle“ vereint eine Vielzahl von bereits etablierten Studierenden-Erhebungen. Rund eine Millionen Teilnehmer:innen sollen ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche und soziale Situation Studierender geben.  

„Gute Bildungspolitik benötigt eine solide Datenbasis,“ erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Diese Basis möchte die Ministerin mit der neuen Studie schaffen. Eine neue Datenbasis könnte zukünftig als eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Politik und  der Wissenschaft als empirische Grundlagen für Beratungs- und Forschungszwecke dienen. Die Studie „eine für alle“ wird mit einer Millionen Befragten die größte, die bislang in Deutschland durchgeführt wurde und soll zukünftig alle vier Jahre wiederholt werden. 

Diese Befragungen bündelt die Studie:

Die seit 1951 durchgeführte „Sozialerhebung“ des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, den von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz seit 1982 durchgeführten „Studierendensurvey“ und die seit 2012 stattfindende Befragung „beeinträchtigt studieren“ (best). Außerdem wurde über einen separaten Befragungsstrang Daten für die europäische Berichterstattung des seit 1997 durchgeführten EUROSTUDENT-Projekts gesammelt, das die Lage von Studierenden in Deutschland mit anderen Ländern vergleichbar macht.

Für die vom BMBF geförderte Erhebung wurden die teilnehmenden Studierenden zufällig von ihren Hochschulen ausgewählt und zu der Online-Studie eingeladen. Die Befragungen sollen bis Ende August laufen, somit sind erste Ergebnisse im neuen Jahr zu erwarten. 

Das besondere an der Befragung: sie bündelt die bisher isoliert durchgeführten Erhebungen der letzten Jahre. Laut Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, werden so Hochschulen entlastet und neue wertvolle Informationen für die Universitäten gesammelt. Durch die Größe der Studie könnten Daten in einer für die Hochschulforschung völlig neuen Breite gesammelt werden. Im Mittelpunkt der Befragung steht der aktuelle Alltag der Studierenden. So werden zum einen Fragen zu sozioökonomischer sowie psychosozialer Situation als auch Fragen zu Wohn- und Studienbedingungen gestellt. Auch das digitale Lernen seit Beginn der Corona-Pandemie ist für das BMBF von Interesse. Die Studie möchte außerdem sensibel für Fragen zur Diversität, sozialer Ungleichheiten oder Geschlechtsidentität sein. 

Durch eine hohe Befragungsteilnahme könnte sich ein deutlicheres und differenzierteres Bild über die soziale und wirtschaftliche Lage deutscher Student:innen abzeichnen. Erstmalig könnten auch kleinere Gruppen, wie gesundheitlich Beeinträchtigte oder Studierende mit Kind, repräsentativ in einer solchen Studie abgebildet werden. Solche Minderheiten fielen bei bisherigen Befragungen durch das Raster. Das würde die „eine für alle“-Studie zu der wichtigsten deutschen Studierenden-Erhebung machen. Deshalb hofft die Bundesbildungsministerin auf eine hohe Teilnahme und ruft die Studierenden auf: „Machen Sie mit! Wir wollen wissen, wie Sie ihr Studium meistern.“ 

Überbrückungshilfe - Überbrückt, hilft aber wenig

Die Überbrückungshilfe soll Studierenden die Möglichkeit geben, sich über Wasser zu halten. Fritz* hat seine Erfahrung damit geteilt.
 

Corona lässt viele am Studium zweifeln

Dreimal so viele UDE-Studierende wie vor Corona lassen sich aktuell bei der Anlaufstelle für Studienzweifler:innen beraten.
 

Kein Nebenjob mehr – Was nun?

Durch die Corona-Pandemie hat sich für einige Studierende eine finanzielle Notlage entwickelt.
 
Konversation wird geladen