Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Dos und Don’ts bei der Prüfungseinsicht

Eine Prüfungseinsicht kann Klarheit in eure Benotung bringen.
[Foto: Julia Segantini]

03.06.2020 11:20 - Julia Segantini

Für einige endet der Klausurenstress nicht mit der abgelegten Prüfung. Denn wenn man seine Note nicht nachvollziehen kann, fühlt man sich schnell ungerecht behandelt. Doch ihr müsst euch nicht zwangsläufig mit eurer Note zufrieden geben. Ihr habt nämlich das Recht auf die Einsicht eurer Prüfungsunterlagen. 

Einheitliche Regelungen für die Prüfungseinsicht gibt es nicht, denn zuständig ist eure jeweilige Fakultät. Durch sie erfolgt die Prüfungseinsicht in Zusammenarbeit mit den Lehrstühlen und den jeweiligen Prüfungsausschüssen.

Was zum Beispiel für den Prüfungsausschuss für den Master Kunst- und Designwissenschaften gilt, trifft also nicht unbedingt für Betriebswissenschaftler*innen zu. Im Normalfall müssen Studierende einen Antrag zur Einsicht stellen. „Der Antrag muss binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses gestellt werden. Näheres regelt der Prüfungsausschuss“, erklärt Marco Stein vom Einschreibungs- und Prüfungswesen. Auch wie die Einsicht konkret abläuft, hängt vom jeweiligen Prüfungsausschuss ab. 

Meist werde ein Termin festgelegt, erklärt Prof. Gebhard Haberhauer vom Prüfungsausschuss Chemie. Oft fände dieser schon eine Woche nach Bekanntgabe der Noten statt. Bei diesem Termin können sich zwei bis drei Studierende gleichzeitig in Anwesenheit einer Aufsichtsperson ihre Prüfungsunterlagen anschauen. „Häufig wird den Studenten eine Musterlösung zum Vergleich zur Verfügung gestellt. Bei Fragen oder Änderungen der Punktzahl können sie sich an die Aufsichtsperson wenden“, so Haberhauer.

Fragt vorher nach, was möglich ist und was nicht.

Was dabei erlaubt ist und was nicht, liegt ebenfalls beim jeweiligen Prüfungsauschuss, beziehungsweise der Aufsichtsperson. Fotos machen sei meist nicht erlaubt, sich Notizen machen hingegen in den meisten Fällen, sagt Stein. Für den Prüfungsausschuss Chemie sagt Haberhauer: „In der Regel ist es nicht gestattet, sich Notizen zu machen oder die Klausur zu fotografieren. Die Aufzeichnung eines Gesprächs ist in der Regel auch nicht erlaubt.“ Fragt also vorher nach, was möglich ist und was nicht. 

Wenn ihr eure Note ungerechtfertigt findet und unsicher seid, wie ihr handeln sollt, könnt ihr euch zum Beispiel an eure Fachschaft oder an die Zentrale Ombudsstelle für Studierende der Universität Duisburg-Essen wenden. Wichtig für die aktuelle Corona-Situation ist folgender Zusatz, nach dem „die Einsichtnahme durch Übersendung einer elektronischen Kopie gewährt werden kann.“

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