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STUDIUM & FREIZEIT

Cross-Golfing: Back to the Roots

Foto: Frank Hebbert/flickr.com (CC BY 2.0)

24.10.2012 00:11 - Teresia Minjoli



Zwischen Etikette und Countryclubs hat sich der Golfsport auf den Straßen etabliert. Dabei ist die einzige Regel, die gilt: safety first!

Ein paar Löcher schlagen, dabei zur Ruhe kommen, sich entspannen, aber auch konzentrieren: Eine Runde Golf während einer stressigen Klausurphase scheint ein perfekter Ausgleich zu sein. Allerdings können sich nicht alle eine Mitgliedschaft in einem Golfclub leisten. Crossgolf kann die perfekte Alternative sein. Eine Variante des Sports, die ohne Caddies, Carts und Dresscodes auskommt. Keine Buchung für einen Platz oder eine Bahn ist nötig. Die Location sowie die Regeln wählen die Spieler*innen selbst. Ob verlassene Industriegelände, Parkanlagen oder der Unicampus nach Feierabend, es kann überall gespielt werden, nur nicht in einem Club. Und genau das ist es, was die Trendsportart besonders attraktiv macht. Ausgrenzungen finanziell Schwächerer finden beim Crossgolf nicht statt. Hier geht der Golfsport wieder zurück zu seinen Wurzeln. Vor der Eröffnung des ersten Golfclubs 1754 spielten irische Schäfer nämlich ebenfalls ohne jede Clubzugehörigkeit querfeldein über das Grün.

Die einzige Regel, die beim Crossgolf immer gilt, heißt „safety first“. Die Cross-Golfbälle unterscheiden sich von den regulären in Gewicht und Farbe. Die etwas leichteren Bälle mit den Signalfarben sind daher in freier Wildbahn weniger gefährlich bei unpräzisen Schlägen.

Die Popularität von Cross-, Urban- oder Streetgolf nimmt stetig zu. In Internetportalen tauschen sich die Aktiven aus, werben für Turniere und stellen ihre Crews vor. Viele von ihnen haben derweil ihren ganz eigenen Style zu spielen entwickelt, den sie auf einer Vielzahl von Turnieren präsentieren. Mittlerweile sind aus den anfangs mehr inoffiziellen Wettbewerben große Events geworden. Und eines davon findet sogar direkt vor unserer Haustür statt: Bei dem Ruhrpott-X-Golfer Open werden die Bälle quer durchs Revier geschlagen.

Auch wenn einige der wilden Golfer*innen schließlich doch von der Straße in einen Club wechseln, ist Crossgolf alles andere als nur eine Einstiegsvariante. Kürzlich gewann der Trendsport mit einem Rekord der Crossgolfer David Cox und Klaus Simianer erneut an Aufmerksamkeit. Dabei musste Cox mindestens fünf Golfbälle mit einem Baseballhandschuh fangen, die Simianer vorher aus 120 Meter Entfernung abgeschlagen hatte. Vielleicht haben die beiden Golfer aus Leidenschaft damit eine weitere Variante des Golfsports ins Leben gerufen.

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Kostenlose Verhütungsmittel für Studierende

Die meisten Studierenden stehen vor der Qual der Wahl des für sie geeigneten Verhütungsmittels. Darüber hinaus müssen sie sich mit den dadurch anfallenden Kosten herumschlagen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule Niederrhein unterstützt ab diesem Semester seine Studierende mit einem Beratungsangebot und der Übernahme von Verhütungsmittelkosten. Vergangenen Mittwoch, 11. April, fand die erste offene Beratung statt.
 

Totgesagte leben länger: Rechtsstaat holt AfD-Professorin ein

Die Kündigung der AfD-Professorin Karin Kaiser durch die Hochschule Niederrhein (HS Niederrhein) wurde bei einer Verhandlung des Arbeitsgerichts am Mittwoch, 21. März, für unwirksam erklärt. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule prüft nun rechtliche Schritte gegen die Professorin und beklagt einen „skandalösen Sachverhalt“. Kaiser hatte überregional Schlagzeilen gemacht, weil sie behauptet der Rechtsstaat sei tot.
 
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