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STUDIUM & FREIZEIT

Bulletjournaling: New-Age-Trend setzt auf altmodische Methoden

Zeichnen, Planen und Lebensstil. [Foto: Anna Riemen]

18.03.2019 11:51 - Anna Riemen

Die Bullet-Journal-Methode ist eine Mischung aus kreativem Outlet, Terminplaner und Tagebuch. Was den Reiz einer Organisationsmethode ausmacht, die ohne Smartphone oder Tablet auskommt, erklären wir euch hier.

Ein Bulletjournal vereint den persönlichen Charakter eines Tagebuchs sowie den originellen Charakter eines Sketchbooks mit dem Grundriss eines Terminkalenders. Auch für das Zeitmanagement des studentischen Lebens ist die Methode einen Gedanken wert: Den Alltag von Studentin Lola etwa, die einen eigenen Instagramblog zum Thema Bulletjournaling unterhält, hat diese Praktik sogar nachhaltig positiv beeinflusst. „Das Zeichnen auf meinem Terminplaner verwandelt einen grauen und stressigen Tag  in etwas Besonderes. Das einfache Notizbuch, das normalerweise meine negativen Gedanken enthielt, gewann an Bedeutung und mein Leben wurde produktiv, organisiert und schöner. Ich wurde mir meiner selbst viel mehr bewusst.“ 

Vor zwei Jahren, als sie in Wien ihren Abschluss in Musik machte und stark unter Motivationslosigkeit, hohem Druck sowie Schlaflosigkeit litt, begann sie Tagebuch zu führen und ihre Pläne und Studiumsabsichten strukturiert niederzuschreiben. Da sie zudem großen Spaß am kreativen Arbeiten, Malen und Verzieren fand, wurde das Bulletjournaling zum festen Bestandteil ihres Lebens – und veränderte es, wie sie findet, zum Positiven.

Alle Vorhaben aufschreiben, seine Zeit strukturiert planen, nach einem langen Tag einen echten Haken setzen, wenn alles geschafft ist: durch das Führen eines Bulletjournals kann der eigene Fortschritt visuell sichtbar gemacht werden. Die Bullet-Journal-Methode hat ihre Wurzeln im angelsächsischen Raum, erfreut sich jedoch auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit: Immer mehr Lifestyle-Youtuber sowie Instagramer verweisen auf die Organisationsmethode für einen produktiveren und strukturierteren Alltag. Im Gegensatz zu anderen hochtechnisierten New-Age-Trends des Alltagsmanagements, wie Organisationsapps, funktioniert Bulletjournaling ganz altmodisch mit Papier und Stift. In einem Notizbuch wird alles eingetragen, was im persönlichen Lebenswandel gerade so ansteht: Pro- und Kontralisten, Einkaufszettel, Termine, gute Vorsätze oder kurz- und langfristige Ziele. 

Die Eintragungen sollen dabei einer klar erkennbaren, ordentlichen Struktur folgen, bei deren Umsetzung der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind: Alle Einträge können nach Herzenslust in bunten Farben und Bildern gestaltet sowie mit Stickern, Fotos und allem, was gefällt, verziert werden. 
 

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