Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

–>Mein Campuserlebnis<–

03.09.2018 11:48 - Maren Wenzel

Am Anfang meines Studiums fand ich es sehr schwer, mich mit Kommilitonen anzufreunden. Also Menschen kennenzulernen. Das hört sich jetzt komisch an, da an der Uni sind ja überall junge Menschen herumlaufen. Aber das Studieren machte mir einfach große Angst – so viele neue Leute, Module, Professoren. Ich war schüchtern. So eine von den Studenten, die sich an den Rand der Vorlesungsreihe setzt, um nach der Vorlesung schnell weg zu kommen.

Im zweiten Semester habe ich Rituale entwickelt: Jeden Dienstag habe ich mich vor der 12 Uhr-Vorlesung in die Bib gesetzt. Um Ruhe zu haben, zu stöbern und mich durch die Musikabteilung zu hören. Nach drei bis vier Wochen hat mich eine Studentin angesprochen. Einfach gesagt: „Hey, bist du auch immer dienstags hier? Ich glaube, wir studieren zusammen.“ Ich habe bestimmt geschaut wie ein Auto. Und gesagt: „Ich höre gerne Musik.“ Heute würde ich sagen, ich stand ganz einfach total auf dem Schlauch. Aber Elif hat einfach gelacht und gesagt: „Ich auch. Wollen wir zusammen Musik hören?“

Es kann doch so einfach sein. Heute kann ich mir mein Leben ohne Elif nicht mehr vorstellen. Wir waren gemeinsam im Urlaub, lernen, feiern und zusammen heulen nach schlechten Dates. Man muss nicht alleine durchs Studium. Und man findet doch Freundschaften. Manchmal fallen sie vom Himmel.

Nina, 22, studiert Kognitions- und Medienwissenschaften in Duisburg und hat uns diese Geschichte auf dem Campusfest erzählt.

 

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