Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

Auswirkungen der Corona-Krise auf UDE-Studierende

Studieren gestaltet sich momentan für viele Studierende der UDE schwierig.
[Foto: Sophie Schädel]

01.12.2020 12:25 - Özgün Ozan Karabulut

Die UDE-Hochschulgruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat eine Umfrage zum Studienalltag und der Finanzierung während der Corona-Pandemie durchgeführt. Nun wurden die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht.

Neue DGB-Hochschulgruppe

 

238 Studierende der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben an der Befragung teilgenommen, die auch auf Englisch verfügbar war. „Uns war es besonders wichtig, mit der Umfrage auch internationale Studierende zu erreichen. Deshalb machten wir sie auch in englischer Sprache zugänglich“, erläutert die Vorsitzende der DGB Hochschulgruppe Kira Hoppe. Die Hauptaussage der Umfrage ist deutlich: Die Corona-Pandemie hat die bestehenden sozioökonomischen Ungleichheiten im Bildungssektor verstärkt, viele Studierende haben mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen: 20 Prozent der Befragten teilten mit, dass sie aufgrund der Pandemie ihren Nebenjob verloren haben. 15 Prozent wissen nicht, wie sie ihr Studium weiterhin finanzieren sollen.

Bezüglich des Arbeitspensums für das Studium gab mehr als die Hälfte der Teilnehmer:innen an, dass aufgrund der digitalen Veranstaltungen der Arbeitsaufwand gestiegen sei. Hiermit verbunden ist eine potenzielle Verlängerung des Studiums, die für viele Studierende nicht finanzierbar ist und zusätzliche, nicht zu stemmende Kosten mit sich bringt.

Studierende mit Migrationsgeschichte und Studierende aus einem Arbeiterhaushalt trifft die Corona-Pandemie besonders hart. Laut der Studie ist die Gruppe der ausländischen Studierenden am stärksten von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. „Unsere Umfrage zeigt sehr deutlich auf, dass sich durch die Corona-Pandemie die sowieso schon bestehenden sozialen Ungleichheiten im Bildungsbereich noch zusätzlich verschärft haben“, so die Stellvertreterin der DGB Hochschulgruppe Jane Spörckmann. Die Hochschulgruppe fordert unter anderem von der Politik, dass schnelle und unbürokratische Maßnahmen getroffen werden, um Studierende in diesen schwierigen Zeiten abzusichern. Kritisiert wird unter anderem, dass die staatlichen Maßnahmen nicht langfristig durchdacht wurden. Als Beispiel wird hier die Überbrückungshilfe genannt, die mit maximal 500 Euro nicht ausreiche, um die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten abzudecken. Als mögliche Lösung wird ein einfacher Zugang zu Leistungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) vorgeschlagen, wobei die BAföG-Einkommensfreibeträge der Studierenden erhöht werden sollen.

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