Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

AStar Wars

01.04.2013 10:50 - Teresia Minjoli

Hollywood scheint ins Ruhrgebiet gekommen zu sein. Jedenfalls kommen den AStA-Referent*innen die Ereignisse der vergangenen Woche und die Klage des Medienkonzerns Disney, wie ein schlechter Film vor. Nachdem erst eine britische Produktionsfirma in das Visier des Riesenkonzerns geraten war, droht nun dem AStA der Universität Duisburg-Essen eine Klage in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro.   

Saßen da etwa ein paar Star Wars-Fans bei der Gründung des Duisburg-Essener AStA zusammen? Das Logo des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) hat nämlich  gar nicht mal so wenig Ähnlichkeit mit dem bekannten Schriftzug der Jedi-Saga.  Das ist nun auch dem Medienkonzern Disney aufgefallen. Ob Zufall oder nicht, das ist den Anwälten der Milliardenschweren Firma egal. Deshalb droht nun eine Klage.

Im Oktober vergangenen Jahres kaufte die Walt Disney Company die Produktionsfirma Lucasfilm des Produzenten George Lucas auf, der mit  der Indiana Jones-Reihe und den Star Wars Episoden einige der erfolgreichsten Filme aller Zeiten produzierte und verfügt nun damit auch über die Rechte der Filme. Erst im September drohte einer Britischen independent Produktionsfirma eine Klage, weil sie ihren sieben Jahre alten Film „Braver“ neu auf DVD rausbrachte. So weit so gut, wenn das Cover der DVD dem des fast gleichnamigen Disneyfilms „Brave“ (bei uns: Merida) nicht zum verwechseln ähnlich sähe. Disney drohte gerichtlich vorzugehen, sofern die Produktionsfirma nicht alle DVDs aus dem Verkauf zurück nehmen würde.

Ähnliches droht nun möglicherweise dem AStA der Uni Duisburg-Essen. In einem Schreiben, das dem Vorsitzenden Felix Lütke in der vergangenen Woche zukam, fordern die Disney-Anwälte diesen dazu auf, das Logo umgehend soweit zu ändern, bis es mit dem Star Wars-Schriftzug nicht mehr in Verbindung gebracht werden könnte. „Dass es sich bei den Beklagten um eine studentische Einrichtung handelt, können wir leider nicht berücksichtigen“, so die Stellungnahme. Dem Medienkonzern sei es besonders wichtig, dass ihre Produkte unverwechselbar seien und es auch bleiben. Ausnahmen wollten sie da keine machen, so die Disney-Anwälte. Auf einer zu dem Thema einberufenen StuPa-Sondersitzung ging der AStA in die Offensive: Alle Anwesenden sprachen sich bereits im Oktober gegen den Kauf von Star Wars durch Disney aus, nun gingen sie noch weiter. „Der Verkauf der Star Wars-Filme war illegitim.“ Die Filme seien nationales Kulturgut und gehörten allen. Allein deshalb könne eine Klage vor Gericht kein Bestand haben, so der AStA-Vorsitzende Felix Lütke.

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