Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

STUDIUM & FREIZEIT

–>Mein Campuserlebnis<–

06.08.2018 10:59 - Die Redaktion

Die Worte, die wohl niemand hören möchte: „Hallo, Schmidt* von der TU Dortmund hier. Ich kann Ihre Tochter nicht erreichen. Sie hat die Rückmeldungsfrist verpasst. Können Sie ihr ausrichten, sie soll mich ganz dringend zurückrufen?“ Mein Vater rief mich vor ein paar Semestern ziemlich besorgt an und erzählte, was Frau Schmidt gesagt hatte. Für mich war sofort klar: Keine Ahnung was passiert ist, aber das war’s dann wohl mit meinem Studium.

Ich habe damals Musikjournalismus studiert und war ganz zufrieden mit meiner Wahl. Ich hatte nette Kommiliton*innen, lernte Medienrecht und Musikgeschichte und hatte Geigenunterricht. Schade, dass ich nun offensichtlich rausfliegen würde. Ein Telefonat mit Frau Schmidt später war ich doch nicht exmatrikuliert, sehr erleichtert und sehr wütend. Die Ursache des Ganzen: Unseren Instrumentalunterricht mussten wir jedes Semester fristgerecht verlängern. Ich habe mich mit Absicht nicht rückgemeldet, weil ich ein Semester pausieren wollte. Die Sekretärin fand in meinen Daten die Telefonnummer meiner Eltern. Die muss ich irgendwann bei meiner Einschreibung angegeben haben. Ganz schön indiskret, sich einfach mal auf Eigeninitiative bei den Eltern von Studierenden zu beschweren und sie dabei in Angst und Schrecken zu versetzen!

Schließlich sieht man schon an der Vorwahl, dass unter dieser Nummer keine Dortmunderin erreichbar sein kann. Und eine Mail an mich hätte schließlich gereicht. Mein Rat ist daher: 1. Wenn ihr euch nicht anmelden wollt, meldet euch ab. 2. Checkt mal, welche Kontaktdaten bei der Uni über euch gespeichert sind, und ob sie noch aktuell sind. Und gebt niemals Kontaktdaten an, unter denen ihr nicht erreicht werden wollt.

*Name geändert

5 Zitate zum Kopfschütteln: Aus der Bildungspolitik

„Wir haben auch hervorragende Standorte in Gegenden, in denen Wohnen nicht so teuer ist“, so Bildungsministerin Anja Karliczek.
 

Staub+Trocken=

50000

Euro kann ein Plagiat kosten.

Die Universität Duisburg-Essen wollte uns allerdings nicht sagen wie hoch die Strafen sind, die sie bisher ausgesprochen haben.
 

Heimatsucher e.V. bildet Zweitzeug*innen aus

Was passiert, wenn Holocaustüberlebende ihre Geschichten nicht mehr weitergeben können?
 
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