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STUDIUM & FREIZEIT

Ade Digitales Studium und Hallo Campus?

Wann werden wir wieder den Campus zu Veranstaltungen besuchen können?
[Foto: Sophie Schädel]

03.06.2021 10:07 - Magdalena Kensy

Seit über einem Jahr befindet sich für Studierende das Studium in der Distanzlehre. Durch die Pandemie wurde an der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine Corona-Taskforce eingerichtet, die sich regelmäßig zu den aktuellen Entwicklungen berät. Wir haben für euch nach einem Update für die Pläne zum kommenden Wintersemester gefragt.

Bevor das neue Wintersemester 2021/22 im Oktober startet, kommt das Ende des Sommersemesters auf die Studierenden zu und damit auch die Prüfungsphase. Durch die sinkenden Infektionszahlen kommt die Überlegung an Präsenzprüfungen auf, weg von Open-Book Exams oder mündlichen Prüfungen über Zoom. Die Stabsstelle des Rektorats und die Leiterin der Taskforce für Studium und Lehre, Frau Prof. Dr. Isabell van Ackeren, schließen digitale Prüfungsformate jedoch nicht komplett aus. „Die Online-Prüfungsformate wurden von vielen Lehrenden auch für das Sommersemester gewählt und sinnvoll weiterentwickelt.“ Dennoch räumt die Taskforce ein: „Es gibt hier auch Grenzen und es wird insofern wieder Prüfungen geben, die aus organisatorischen Gründen und im Hinblick auf den Prüfungsgegenstand, beziehungsweise die zu prüfenden Kompetenzen, in Präsenz durchgeführt werden.“

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An die Umstellung zu digitalen Prüfungsformaten mussten sich Studierende als auch Lehrende erstmals gewöhnen. Als Hilfestellung zur Eingewöhnung unterstütze das Wissen, dass es die Freiversuch-Regel gibt, mit der nicht bestandene Prüfungen nicht gewertet werden. Grundlage der Einführung der Freiversuchsregelung seit dem Sommersemester 2020 ist die vom Land NRW erlassene Corona-Epidemie-Hochschulverordnung. Ob die Regelung auch für das kommende Wintersemester 2021/22 bleibt, lässt sich bislang nicht sagen. „Die Regelung tritt nach gültiger Fassung zum 1. Oktober 2021 außer Kraft“, erklärt die Taskforce. (Stand: 27.05.2021)

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Doch neben Prüfungsfragen wird für Studierende und Studienanfänger:innen die wichtigste Frage sein: Werde ich den Campus zum Wintersemester (wieder) sehen? Eine klare ja oder nein Antwort lässt sich auf diese Fragestellung nicht geben. Das Problem: „Da die Entwicklung des Infektions- und Impfgeschehens sich nicht vollständig vorhersagen lässt, sehen wir von der Benennung eines konkreten Zeitpunktes ab“, erläutert die Taskforce. 

Das Rektorat geht für den Winter von einem Semester in Präsenz aus. Grund dafür ist die Organisation. Die Taskforce erklärt, dass die Lehrveranstaltungsplanung so normal wie möglich erfolgen soll, einschließlich einer Raumbuchung ohne größere Abstände bei der Belegung der Räume. „Es ist einfacher, bei Bedarf von einem Präsenzszenario auf digitale Formate umzustellen als umgekehrt.“ Das Infektions- und Impfgeschehen wird weiterhin beobachtet, um nötige Vorkehrungen zu treffen oder Änderungen anzupassen. Die Fakultäten planen derzeit Szenarien, um eine Umstellung von Präsenz in digital so einfach wie möglich zu gestalten. 

Sollte es erneut zu einem (überwiegend) digitalen Semester kommen, spricht sich die Taskforce sowie das Rektorat für eine Priorisierung aus. „Veranstaltungen der Studieneingangsphase, Praxisveranstaltungen mit besonderem Raum- und Ausstattungsbedarf sowie (abschluss)prüfungsvorbereitende Veranstaltungen werden dann priorisiert.“ 

Veränderungen für den Studienalltag

Unabhängig von der anhaltenden Pandemie werden die Fakultäten und die zentralen Einrichtungen „ermuntert, auch im Sinne der Strategie zur Digitalisierung in Studium und Lehre und vor dem Hintergrund der Lehr-Lern-Strategie weiterhin über sinnvolle, digital unterstützte Lehr-Lernszenarien zu diskutieren sowie gute und bewährte Konzepte zu erhalten“, informiert die Taskforce.

Die Frage, ob Massenvorlesungen mit mehreren hundert Menschen künftig noch sinnvoll sind und angeboten werden, bleibt offen. Die Überlegung, die Präsenzzeiten an der Universität qualitativ besser und sinnvoller zu nutzen, sieht die Taskforce darin klassische Vorlesungen in den digitalen Raum zu verschieben. Bei der Nachfrage, wann Studierende zu einem normalen Präsenzbetrieb an der UDE zurückkehren, lautet die Antwort: „Es wird mit dem Ende der Pandemie eine neue ‚Normalität‘ im Studium und der Lehre geben, in der die Möglichkeit digital gestützten Lernens viel präsenter sein wird.“

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