Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

SCHWERPUNKT

Studierendenwerk: Drei Krisenherde in der Versorgungssituation

Die Mensen und Cafeten stehen häufig in der Kritik. Wir haben uns die Versorgungssituation an der UDE angeschaut. [Fotos: Dennis Pesch]
11.06.2019 10:53 - Dennis Pesch

Nach dem Abgang der ehemaligen Geschäftsführerin des Studierendenwerks Sabina de Castro im Sommer 2018 steckt das Studierendenwerk weiterhin in der Krise. Besonders bezüglich der Lebensmittel-Versorgung der Studierenden ist die Kritik groß. Zwei Themen, die den Gastronomie-Betreiber derzeit besonders beschäftigen, sind neben der Überlastung am Campus Duisburg die Mensa am Klinikum und die Cafeteria am Campus Schützenbahn in Essen. Wir haben mit Studierenden, Fachschaftsräten, dem Geschäftsführer, der ehemaligen Vorsitzenden des Verwaltungsrates und dem AStA darüber gesprochen, wo der Schuh drückt und warum viele Dinge komplizierter zu lösen sind, als es auf den ersten Blick scheint.

Besonders am Duisburger Campus ist die Versorgungssituation spätestens, nachdem im Wintersemester 2016 die Mensa Bibliothek wegen baulicher und hygienischer Mängel geschlossen wurde, kaum tragbar. Seitdem mussten die Studierenden noch enger zusammenrücken. Rund 600 Mensa-Plätze fielen durch die Schließung weg, während die Anzahl der Studierenden weiter angestiegen ist. Am Campus Duisburg dürften derzeit rund 18.000 Menschen eingeschrieben sein. Der Geschäftsführer Jörg Lüken sieht im Nachgang einen Fehler des Studierendenwerks: „Ich hätte die Mensa Bibliothek damals erst geschlossen, wenn man uns dazu gezwungen hätte“, sagt er.

„Das Angebot ist klein und beim Snackpoint ist zu Stoßzeiten eine relativ lange Schlange.“

Vor allem die Studierenden im U-Café leiden seit der Schließung, wie Maschinenbau-Studentin Jasmin Strunk berichtet. Meistens befindet sie sich im LX-Gebäude, isst in der Mittagspause im U-Café. Nur wenn eine Übung im M-Bereich war, geht sie auch mal in der Hauptmensa essen: „Du brauchst schon zehn bis zwölf Minuten zu Fuß vom L-Bereich zur Hauptmensa, mit dem Fahrrad geht das ein bisschen schneller.“ Mit der Situation im U-Café ist Jasmin nicht zufrieden. Das fängt an beim Gestank des Frittösenfettes, dass sich in die Klamotten zieht: „Du stinkst immer, wenn du da raus gehst“, sagt Jasmin und weiter: „Das Angebot ist klein und beim Snackpoint ist zu Stoßzeiten eine relativ lange Schlange.“

Teile des Mensaangebotes wurden von der ehemaligen Mensa Bibliothek ins U-Café verfrachtet. Im Winter fehlen dort viele Sitzplätze, die im Sommer durch Sitzbänke im Außenbereich entstehen: „Im Sommer ist es draußen echt schön, da kann man ganz nett sitzen“, resümiert die Maschinenbau-Studentin. Auch der Zulauf in der Hauptmensa im M-Bereich ist durch die Schließung größer geworden: „Zu Stoßzeiten herrscht hier oft auch Chaos“, sagt sie.

Der Hickhack beim Mensaneubau

Als die Mensa Bibliothek im Oktober 2016 geschlossen wurde, rechnete das Studierendenwerk noch mit der Öffnung der neuen Mensa zum Sommersemester 2019. Rund 23 Millionen Euro bekommt das Studierendenwerk vom Land für den Neubau. Der Rest kommt aus der eigenen Kasse. Doch die Planungen stockten. Statt der kalkulierten 30 Millionen Euro für den Bau stiegen die geplanten Kosten auf 40 Millionen. Einer von vielen Kritikpunkten, der auch für die Entlassung von Sabina de Castro als Geschäftsführerin durch den Verwaltungsrat gesorgt hat.

Jörg Lüken übernahm die Geschäfte im Sommer 2018 kommissarisch, nachdem de Castro vom Verwaltungsrat abgesetzt worden war. Er hatte das Studierendenwerk 2013 an de Castro übergeben und ist zeitgleich Geschäftsführer des Bochumer Studierendenwerks AKAFÖ. Seit er zurück ist, kam Bewegung in den Mensaneubau, wie Joey Strasdat bestätigt: „Wir haben den Eindruck, dass mit Herrn Lüken Dinge angegangen werden, die wir als Verwaltungsrat kritisiert haben. Das finden wir sehr positiv.“ Joey war bis Mitte Mai 2019 zwei Jahre im Vorsitz des Verwaltungsrates und dort eine von vier studentischen Vertreter*innen.

Dem Verwaltungsrat stellte Lüken im letzten Jahr ein neues Konzept für den Mensaneubau in Duisburg vor, eine abgespeckte Version mit Wohneinheiten über der Mensa: „Am alten Entwurf für die Mensa haben wir viel optimiert, auch um spätere Instandhaltungskosten zu reduzieren“, begründet er die Entscheidung. Im alten Gebäude wäre etwa ein großes Foyer geplant gewesen: „Das gibt es so nicht mehr. Wir benötigen nun weniger Fläche und werden dadurch effizienter“, so Lüken.

Ein Pommeswagen als Übergangslösung

In der Kritik der Studierenden steht seit der Schließung jedoch weniger die Planung zum Neubau, sondern mehr noch, dass der Gastronomie-Betreiber seit fast drei Jahren keine Alternative zur Mensa Bibliothek anbietet, um die Versorgung zumindest zu verbessern. Die AStA-Vorsitzende Amanda Steinmaus konstatiert: „Das Studierendenwerk plant nun einen Pommeswagen. Wir finden, das reicht nicht aus. Das ist das Minimum, was man machen kann, aber mehr auch nicht.“ Sie kritisiert, dass das Studierendenwerk nicht wahrnehme, was es für Studierende bedeutet, in die überfüllte M-Mensa oder das U-Café zu gehen: „Man hat oft nur eine halbe Stunde Pause, das schaffst du oft gar nicht. Pommes und Currywurst sind außerdem auch keine gesunde Ernährung“, so die Studierendenvertreterin.

„Uns ist bewusst, dass die Versorgungssituation am Duisburger Campus aktuell nicht zufriedenstellend ist“, sagt hingegen Geschäftsführer Lüken und spricht bei dem Imbisswagen von einer „Übergangslösung bis zur Eröffnung der neuen Mensa“. Die soll nach der derzeitigen Planung mit 700 Plätzen im Wintersemester 2021 eröffnen, spätestens aber im Sommersemester 2022. Um den Wagen aufzustellen, in dem vor allem Pommes und Currywurst angeboten werden sollen, braucht das Studierendenwerk eine Baugenehmigung: „Den Wagen gibt es bereits. Er steht einsatzbereit in Bochum. Sobald wir eine Genehmigung haben, wird er am Duisburger Campus aufgestellt“, so Lüken.

Viel mehr könne das Studierendenwerk an der aktuellen Situation nicht ändern, beteuert der Geschäftsführer. Warum im Imbisswagen Gerichte wie Pommes und Currywurst angeboten werden sollen, erklärt Lüken so: „Dadurch können wir die Ausgabe im U-Café entlasten. Wir haben in dieser Cafeteria die längste Schlange dort, wo es genau diese Angebote gibt. Wenn wir dieses Angebot in den Imbisswagen verlagern, schaffen wir im U-Café wieder mehr Kapazität für andere, zusätzliche Angebote.“ Sollten die Studierenden weitere Ideen haben, könnten sie damit auf das Studierendenwerk zu kommen.

50.000 Miese an der Schützenbahn

Ebenfalls bedenklich ist die Situation der Cafeteria am Campus Schützenbahn (CaSchü) in Essen. Dort studieren etwa Informatiker*innen und Chemie-Studierende. Katharina Herbrich sitzt im Fachschaftsrat Chemie und Biotechnik: „Früher war die CaSchü eine Art kleine Mensa mit einem Vollangebot, also belegten Brötchen, anderen Backwaren und Tagesgerichten“, sagt sie. Im Februar 2017 änderte sich das, als das Angebot auf zwei warme Essen und einen Brötchen- und Getränkeautomaten reduziert wurde: „Die Auswahl war mager, appetitlich war das auch nicht“, kritisiert sie. Seit Sommer 2018 werden wieder ein paar Backwaren und geschmierte Brötchen verkauft.

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Dabei wäre für die Chemie-Studierenden wichtig, dass es ein größeres Angebot gibt. Katharina erklärt: „Unsere ersten vier Praktika finden am Campus Schützenbahn statt, ebenso sitzt die komplette Didaktik hier. Da wir beispielsweise im organisch-chemischen Grundpraktikum häufig von 8 bis 18 Uhr im Labor stehen und das für zwei bis drei Tage die Woche, wäre eine angemessene Mittagsversorgung wünschenswert.“ Die Mittagspause dauert rund 30 Minuten, was für einen kurzen Besuch in der CaSchü reichen würde: „Jedoch rechnen die nie damit, dass plötzlich 30 bis 40 Studierende auftauchen. Es gibt nur für zehn Personen ein Mittagsgericht und dann wird nachgeordert vom Hauptcampus, was innerhalb von 30 Minuten nicht funktionieren kann.“ Oft gibt es zudem nur Fleischgerichte, für Vegetarier*innen wie Herbrich keine Option.

Grundsätzlich steht die CaSchü vor einem großen Problem: Das Studierendenwerk fährt hier jährlich einen Verlust von 50.000 Euro ein, was laut Geschäftsführer Lüken unverhältnismäßig hoch ist. „Die Versorgungssituation ist gut im Verhältnis zur Anzahl der Kundschaft, die wir an der Schützenbahn haben“, sagt er. Durchschnittlich 28 Essen pro Tag würden dort in der zweieinhalbstündigen Öffnungszeit verkauft. 2018 fuhr das Studierendenwerk dort einen Jahresumsatz von rund 32.000 Euro ein. Deshalb versucht Lüken, einen anteiligen Verlustausgleich über die Universität herzustellen, „damit wir das CaSchü weiter offen halten können“, so der Geschäftsführer.

CaSchü vor der Schließung?

Druck auf das Studierendenwerk macht vor allem ein Bericht des Landesrechnungshofes: „Laut dem müssten wir das CaSchü schließen, weil der Fußweg bis zur Mensa zumutbar sei“, sagt Lüken. „Wenn die Universität uns nicht unterstützt, dann wird uns wohl auch nichts Anderes übrig bleiben“, heißt es weiter. Joey als ehemalige Studierendenvertretung im Verwaltungsrat ist sich sicher, dass der Fußweg zur Mensa alles Andere als zumutbar ist: „Wenn wir Studierende haben, die da im Labor ihre Praktika machen und eine halbe Stunde zwischen der Veranstaltung Pause haben, wie sollen sie in der Zeit zum Hauptcampus laufen, sich das Essen holen, dort Essen und wieder zurück laufen? Das ist nicht realistisch“, sagt Joey.

Schon wer am Hauptcampus studiert, brauche die halbe Stunde Pause, um überhaupt in die Mensa zu gehen: „Der Fußweg kommt dann noch oben drauf“, sagt Joey und zieht einen Vergleich zur Situation am Campus Duisburg: „Wenn jetzt schon viele Studierende in Duisburg nicht vom L-Bereich zur M-Mensa gehen, dann doch erst recht nicht von der Schützenbahn zum Hauptcampus.“ Im letzten Verwaltungsrat scheint es eine gefühlte Mehrheit gegeben zu haben, dass eine Schließung nicht in Frage kommt: „Wenn es da gar kein Angebot mehr gibt, dann haben die Studierenden arge Probleme“, so die Verwaltungsratsvorsitzende. Sie schlägt stattdessen vor, das Angebot wieder zu erweitern, um den Umsatz zu steigern und damit die Studierenden dauerhaft wieder in die CaSchü zu locken.

Froh darüber, dass die Cafeteria überhaupt noch existiert, ist Nicolas Hasselhuhn, Vorsitzender des Fachschaftsrat Systems Engineering und Lehramt Informatik. Derzeit werden sechs belegte Brötchen an der Zahl und zehn bis 15 Donuts und Nussecken in der CaSchü angeboten, neben den zwei warmen Mahlzeiten. Die Kundenzahlen sind wechselhaft, was auch die Mitarbeiterin bestätigt, die für das Studierendenwerk arbeitet. Viele Informatiker*innen äßen kaum vegetarische oder vegane Gerichte, mit einigen Ausnahmen. Zudem wird das Essen vom Hauptcampus transportiert, darunter leidet der Geschmack: „Das vegane und vegetarische Gericht ist ungenießbar, der rote Bete Puffer ist wirklich nicht sehr beliebt“, resümiert Nicolas.

Ginge es nach Joey hätte das größere Angebot in der CaSchü nie abgeschafft werden dürfen: „Das war eine normale Cafeteria. Die Verluste waren schon immer da. Damals hat Frau de Castro die Personalkosten rausgenommen und den Brötchenautomaten reingestellt. Wir haben kritisiert, dass wenn das Angebot schrumpft, auch die Nachfrage kleiner wird, weil die Studierenden nicht mehr zufrieden sind.“ Den Brötchenautomaten wünscht sich von den Studierenden niemand zurück: „Was wir auf jeden Fall vermeiden wollen, ist, dass die Brötchen in den Automaten zurück gestellt werden“, sagt Nicolas.

Studierendenwerk: Versorgungssituation mangelhaft

Der Mensabau verzögert sich und die Kosten für die Studierenden werden wieder einmal steigen. Wir waren bei der Senatssitzung.
 

Ob die Lösung aber in einem größeren Angebot liegt, dabei ist er sich nicht sicher: „Ich weiß nicht, ob man nicht größere Verluste macht, wenn man das Angebot erhöht. Das müsste man dann bewerben und das stelle ich mir schwierig vor“, resümiert der Informatik-Student. „Es wäre aber schon schön, wenn es mehr Brötchensorten geben würde“, sagt er. Geschäftsführer Lüken erteilt den Wünschen der Studierenden derzeit aber noch eine klare Absage: „Wir können kein größeres Sortiment anbieten, da wir dann auch mehr Personal einsetzen müssen“, sagt er. Wenn er mehr Mitarbeiter*innen einsetzt, muss er die Kosten an anderer Stelle wieder erwirtschaften. „Das ist die Schwierigkeit.“ Er hält es für einen Irrtum zu glauben, die Kund*innen kämen, wenn das Sortiment erweitert würde: „Das Ergebnis war schon immer schlecht, ganz gleich ob wir das halbe oder volle Sortiment angeboten haben“, so der Geschäftsführer.

10 Euro Sozialbeitrag für die Mensa am Klinikum

Von einer „dramatischen Situation“ spricht das Studierendenwerk bei der Mensa am Universitätsklinikum in Essen: „Im Klinikum haben wir zwei Einrichtungen, die Mensa und die Cafeteria. Im Wesentlichen geht es um die Mensa, in der wir einen jährlichen Verlust von rund 550.000 Euro schreiben“, sagt der Geschäftsführer. Eine Zahl, die im Verhältnis zu den Essen, die dort verkauft werden, ziemlich groß sei. Rund 2.000 bis 3.000 Essen könnten dort grundsätzlich produziert werden, doch verkauft werden dort nur 400 Essen pro Tag und davon nur rund 250 an Studierende. Rund 10 der 95 Euro des Sozialbeitrags der Studierenden geht so umgerechnet derzeit für die Mensa am Klinikum drauf.

„Im Wesentlichen geht es um die Mensa, in der wir einen jährlichen Verlust von rund 550.000 Euro schreiben“

Der Verlust entsteht aber nicht nur durch die wenigen Essen, die dort im Verhältnis zur möglichen Produktionsstärke verkauft werden, sondern auch durch den Sanierungsstau: „Das ist ein großes Gebäude mit uralten Flächen, die Küche ist sehr groß und die Rückräume ebenfalls“, erklärt Lüken. Und es gibt Unklarheiten, wer für die Sanierung verantwortlich ist. Aus Sicht des Studierendenwerks steht das Uniklinikum in der Pflicht, das soll angeblich der Gebäudeeigentümer sein: „Wenn die Klinikleitung sagt, es gibt keine Möglichkeit, dann müssen wir Konsequenzen ziehen“, kündigt der Geschäftsführer an.

Selbst wenn das Studierendenwerk Personal dort entlassen, also die Kosten reduzieren würde, wären da viel zu hohe Betriebskosten: „Das ist ein riesiges Gebäude, das beheizt und gepflegt werden muss. Das kann sich ein Studierendenwerk allein einfach nicht leisten“, sagt Lüken. Seit mehreren Wochen versuche er nun, einen Termin mit der Klinikleitung zu bekommen: „Das hat bis heute nicht funktioniert.“ Aus Sicht des Geschäftsführers hat das Klinikum nur ein geringes Interesse an einer Sanierung: „Es hat einen eigenen Versorger auf dem Campus für Studierende und Mitarbeiter.“ Die meisten Unikliniken in Deutschland werden nicht von Studierendenwerken versorgt, sondern von Catering-Unternehmen, die von der Uniklinik beauftragt werden. Das ist auch an der Uniklinik in Essen der Fall.

Eine Schließung ist wahrscheinlich

Dass es strukturelle Mängel am Gebäude gibt, weiß auch Lucas Thieme, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der Fachschaft Medizin. „Das Gebäude ist alt und renovierungsbedürftig, da muss was getan werden. Das Klinikum ist aber nicht in der Lage, das zu leisten, weil es einen Vertrag mit dem Studierendenwerk gibt und die die baulichen Veränderungen vornehmen müssten“, sagt er. Mit der Versorgungssituation sind die Medizin-Studierenden sehr zufrieden: „Generell ist das Feedback sehr gut, weil wir günstiges und gutes Essen bekommen“, so Thieme. Das Angebot in der Cafeteria des Studierendenwerks nutzt Thieme selbst auch gerne.

Doch was würde eine Schließung für die Medizinstudierenden heißen? „Für uns bedeutet das primär, dass die, die das Essen beziehen, sich ein alternatives Angebot suchen müssten“, sagt er. Im Prinzip wünscht sich Thieme ein ähnliches Angebot wie auf dem Hauptcampus in Essen: „Wir haben uns sehr gefreut, als wir zum Physik-Praktikum dahin mussten. Das kriegen die auch gut hin mit einem relativ geringen Preis für die Studierenden.“

Die ehemalige Verwaltungsratsvorsitzende Joey hingegen sieht für die Mensa am Klinikum kaum noch Chancen, die Schließung zu verhindern. „Wir sehen, dass es da große Verluste gibt und die Kosten, die man da investieren müsste, viel höher sind. Trotzdem geht es auch darum, dass man vor einer Schließung alles Mögliche versucht haben muss, um etwas zu ändern. Ich persönlich sehe aber nicht, wie das Studierendenwerk es leisten soll, Geld für die Sanierung zu investieren.“ Sollte es am Ende zur Frage kommen, ob eine Erhöhung des Sozialbeitrags nötig wäre, dann wird im Verwaltungsrat vermutlich eine Entscheidung gegen die Mensa am Klinikum fallen: „Wir wollen , dass es keine weiteren Erhöhungen gibt. Wenn es darauf hinausläuft, dass wir uns zwischen Sozialbeitragserhöhung oder Mensaschließung entscheiden müssen, würde ich die Mensa dort schließen.“

Eine Anfrage der akduell an das Universitätsklinikum Essen blieb bis heute unbeantwortet.
 

 

Rede und Antwort: Neuer Geschäftsführer des Studierendenwerks im Interview

Das Studierendenwerk Essen-Duisburg hat einen neuen Geschäftsführer. Jörg Lüken im Gespräch.
 

Studierendenwerk setzt auf Nachhaltigkeit

Das Einweggeschirr des Studiwerks besteht seit 2019 aus nachhaltigen und biologisch abbaubaren Materialien.
 

Was kostet ein Essen in der Hauptmensa am Campus Essen?

Wer in der Mensa am Campus Essen isst, zahlt ca. 3,50 Euro pro Besuch, für das Studierendenwerk sind die Kosten mehr als doppelt so hoch.
 
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