Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

SCHWERPUNKT

Stellungnahme der Behindertenbeauftragten

04.07.2018 08:00 - David Peters

Im Artikel „Bitte nutzen Sie den Nebeneingang“ aus unserem Juli-Schwerpunkt  haben wir über einige Mängel betreffend der Barrierefreiheit am Campus Essen berichtet. Über diese haben wir auch die Behindertenbeauftragte Daniela de Wall-Kaplan unterrichtet. Jetzt liegt uns ihre Stellungnahme vor.

Zu den kaputten Türöffnern oder Türautomatiken sagt de Wall-Kaplan: „Das Problem ist mir bekannt, und es ist richtig, dass die Studierenden und ich die Fehler an das Gebäudemanagement melden und dann Abhilfe geschaffen wird. Es gibt inzwischen auch einen zuständigen Mitarbeiter im Gebäudemanagement für die Türen, sodass die Probleme recht schnell behoben werden können.“ Da dieses Problem aber oft erneut auftritt, arbeitet das Dezernat für Gebäudemanagement an einer längerfristigen Lösung.

Auch der Weg durch den Keller und durch schwer zu öffnende Brandschutztüren - den Rollstuhlfahrer*innen nutzen müssen, um in S05 zu bestimmten Hörsälen zu gelangen - ist ihr bekannt. Hier steht der alte Baubestand der Barrierefreiheit im Weg. „Ich bin aber gerne bereit, mit den Studierenden auch hier kreative Lösungen zu finden“, bietet de Wall-Kaplan an. Zum Vorfall während eines Feueralarms in der Bibliothek, während dem Soziale Arbeit-Student Gramoz Krasniqi in seinem Rollstuhl im Gebäude auf die Feuerwehr warten sollte, werde außerdem gerade nach einem Termin gesucht, um die Geschehnisse aufzuarbeiten. Die Verantwortlichkeiten in einem solchen Fall sind noch nicht geklärt.

Der veraltete „Rolliführer“, der Studierende über barrierefreie Wege und Lernorte informieren soll, soll laut de Wall-Kaplan überarbeitet werden: „Es ist geplant, auch in Kooperation mit dem Referat der Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung (BCKS) und den studentischen Vertreter*innen der Beauftragen für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischen Erkrankungen und anderen betroffenen Studierenden, diesen Plan zu überarbeiten. Darin könnten dann auch die angesprochenen Wege enthalten sein.“

„Leider ist noch nicht alles auf dem Weg zur inklusiven Hochschule umgesetzt, wir bemühen uns aber, allen Beschwerden der Studierenden nachzugehen. Leider ist auch das Beratungsangebot der Inklusionsberatung noch nicht überall bekannt.  Wir arbeiten daran, dass die Studierenden, die Unterstützung benötigen, diese auch finden und erhalten. Auch dort, wo noch keine Beschwerden vorliegen, arbeiten wir an der Barrierefreiheit“, so de Wall-Kaplan.

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