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SCHWERPUNKT

So finanziert sich das digitale Programm der UDE

 Universitäten digital zu machen ist auch eine Frage des Geldes.

[Symbolfoto: Jacqueline Brinkwirth]

19.08.2019 11:01 - Jacqueline Brinkwirth

Digitalisierung durchdringt mittlerweile jeden Aspekt des alltäglichen Lebens. Davon bleiben auch deutsche Hochschulen nicht unberührt. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) hat dafür eigens eine Digitalisierungsstrategie festgelegt – inklusive Personalplan, Maßnahmenpaketen und Ausbau der Infrastruktur. Doch wie finanziert sich das eigentlich?

„Und während ich mit der virtuellen Welt armdrücke, schmeißt sich meine Zukunft von der Datenautobahnbrücke“ – was die Beginner in Spam 2016 recht dystopisch skizzierten, ist aus dem Alltag mittlerweile nicht mehr wegzudenken: die Digitalisierung. Auch an deutschen Hochschulen ist das Armdrücken mit der virtuellen Welt ein Thema. Kursanmeldungen, Prüfungsverwaltung und digitale Lernprogramme sind dabei nur ein Aspekt von vielen, wie Universitäten zunehmend digitaler und vernetzter werden.

An der UDE gibt es dafür eine Strategie, die festlegt, in welche Richtung sich die Hochschule in diesem Bereich entwickeln will. Um diese Strategie umzusetzen bedarf es jedoch nicht nur jeder Menge Personal, sondern auch Ressourcen. Wie finanziert sich also die Digitalisierung an der UDE?

Isabell van Ackeren ist Prorektorin im Bereich Studium und Lehre und als solche für die Digitalisierungsstrategie verantwortlich. Sie kümmert sich auch um die finanziellen Mittel, die dafür zur Verfügung gestellt werden. Mittel dafür zu akquirieren sieht van Ackeren nicht zwingend als Herausforderung: „Finanzielle Aspekte sind eher nicht das Thema, weil doch relativ viel Geld zur Verfügung gestellt wird durch verschiedene Initiativen wie den Stifterverband oder das Fellowship-Programm.“ Ein großer Teil der Projekte wird demnach über Haushaltsmittel und zweckgebundene Mittel der Hochschule bezahlt. Auch von Bund und Land kommt finanzielle Unterstützung.

Förderung von Land und Bund

Ein Beispiel dafür ist die Lehrerausbildung, die durch ein Förderprogramm in Zukunft ebenfalls digitaler werden soll. Davon profitiert auch die Uni Duisburg-Essen: „Im bundesweiten Programm der Qualitätsoffensive Lehrerbildung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung hat der Bund viele Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In NRW haben sich alle lehrerbildenden Universitäten in einem Verbund zusammengeschlossen, um das Thema für die Lehrerbildung zu stärken. Die UDE ist Sprecherin dieser Gruppe, nicht zuletzt weil wir in der Lehrerbildung sehr stark aufgestellt sind.“ Mit dem Programm sollen allerdings nicht nur werdende Lehrer*innen gefördert werden, sondern auch Lehrende in der Fortbildung.

„Zwischen 10 und 20 Projekten können wir so jährlich mit etwa 10.000 Euro fördern.“

„Wir wollen auch Lehrkräfte erreichen, die schon im System sind“, meint van Ackeren.

Zudem gibt es an der UDE einen Innovationsfonds, der aufgelegt wurde, um digitale Projekte von engagierten Lehrenden zu fördern. „Lehrende können dort Anträge stellen und dann gibt es eine Jury, bestehend aus Lehrenden und Studierenden, die diese Ideen bewerten. Zwischen 10 und 20 Projekten können wir so jährlich mit etwa 10.000 Euro fördern.“

Die UDE investiert mithilfe von Stiftern, Land und Bund also jede Menge, um mit der digitalen Welt Schritt zu halten. Eine konkrete Summe, wie viel die Digitalisierung an der UDE kostet, gäbe es allerdings nicht, erläutert Prof. Dr. van Ackeren. „Da steckt schon viel Personal hinter. Wir haben eine Abteilung im ZIM, die sich vor allem mit Lerntechnologien beschäftigt und an der auch die E-Learning-Koordinierungsstelle angesiedelt ist. Im Zentrum für Hochschulqualitätsentwicklung (ZHQE) gibt es didaktische Beratungsexpertise, die Universitätsbibliothek befasst sich unter anderem mit Moodle. Da kommt Einiges zusammen, aber Digitalisierung durchdringt ja mittlerweile alle Bereiche der Universität, auch wenn es um Infrastruktur geht. Es ist auf jeden Fall teuer, das kann man sagen.“

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Staub+Trocken=

1600

1.600 Wireless Access Points gibt es an der UDE.

Wo euer WLan gut oder schlecht funktioniert, hängt auch davon ab, wo der nächste Access Point ist.
 

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