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SCHWERPUNKT

Digitale Hacks fürs Studium

Diese Hacks schützen euch auch vor Hackerangriffen.

[Symbolbild: pixabay]

19.08.2019 14:50 - Jacqueline Brinkwirth

Ob die Nutzung von Uni-Diensten, Passwort-Sicherheit oder der richtige Umgang mit E-Learning-Kursen: Drei Expert*innen verraten, welche Hacks dich vom analogen Anfänger zum Digi-Durchstarter machen.

Das Wichtigste ist der Schutz der eigenen Daten. Unikennung und E-Mail-Postfach sollten so gut behütet sein, wie das Pfannkuchen-Rezept von Oma. Sebastian Stein vom ZIM erklärt, warum: „Ich habe schon beobachtet, dass Menschen bei Facebook fragen, ob sie sich mal kurz die Unikennung ausleihen können, um sich in der UB anzumelden. Das ist höchst gefährlich! Im Grunde kann man damit eine Person von allen Prüfungen abmelden, ich kann mich in das E-Mail-Postfach einwählen.“ Oberstes Gebot sollte bei euren Daten also immer „Safety First“ sein.

„Wir im ZIM kennen die Passwörter der Studierenden nicht. Dürfen wir ja auch gar nicht. Aber wir hoffen natürlich, dass sie möglichst sicher sind“, erzählt Johannes Karl aus dem ZIM. Doch wie muss so ein sicheres Passwort aussehen? „Lang und nicht zu kompliziert. Zum Beispiel 'Die schöne Blume steht auf der Wiese'. Das ist ein Satz, den kaum Jemand als Passwort verwendet und man kann sich das gut merken. Und am besten noch in einem Passwort-Manager alle Passwörter verwalten.“ Passwort-Manager sind Anwendungen, die Passwörter für alle Websites, Apps und Programme speichern können und sogar neue, sichere Passwörter generieren. „Außerdem sollte man für jeden Dienst ein separates Passwort haben. Es kann immer sein, dass eine Website keine guten Sicherheitsmechanismen hat und das Passwort dort im Klartext gespeichert wird“, fügt Sebastian Stein hinzu. Im schlimmsten Fall sind dann alle angegebenen Daten transparent.

WLAN, Beamer, Laptop funktionieren nicht mehr

Bei allen Fragen rund um IT und Technik ist das ZIM euer erster Ansprechpartner. Denn auch wenn das ZIM für ein Problem nicht zuständig ist, wissen die Expert*innen meist, wo ihr schnell Hilfe bekommt. „Wir haben eine Hotline, da kann man anrufen oder eine Mail hinschreiben, Störungen melden und bei Problemen nachfragen“, erklärt Johannes Karl. Auch die Mitarbeitenden an den E-Points können Unterstützung anbieten. „Der E-Point ist in den beiden Hauptbibliotheken direkt am Eingang. Und auch, wenn man sich nicht sicher ist, da einfach mal nachfragen“, erläutert Sebastian Stein. Wichtig ist, dass ihr bei WLAN-Ausfällen, Beamer-Problemen oder sonstigen Schwierigkeiten mit der Hardware auch angebt, wo genau das Problem auftritt.

„Bei Google Drive muss man sich fragen, wo gehen die Daten noch durch?“

An der UDE gibt es ein vielfältiges Angebot digitaler Tools wie Moodle oder Mahara, die dir dein Studium erleichtern können. Die Lernplattform Moodle wird zum Beispiel häufig von Dozierenden in einen Kurs integriert, um Folien oder Lernmaterialien hochzuladen. Das hilft bei der Vorbereitung von Klausuren, Hausarbeiten oder Referaten. Wichtig ist, dass du dir das Passwort für den Moodle-Kurs notierst.

Barrierefreie Anwendungen

Auch Mahara ist eine hilfreiche Anwendung, um in Vorlesungen gut vorbereitet zu sein. „Das ist ein E-Portfolio-System. Da kann man zum Beispiel Vorlesungsfolien zusammenschreiben. Man kann diese sperren und seinem Dozierenden schicken, also ist es auch möglich, Seminarleistungen darüber zu erbringen”, erzählt Sebastian Stein.
Wenn ihr eure Dokumente speichern wollt, könnt ihr die Campuscloud Sciebo als Alternative zum USB-Stick oder dem Google-Dienst Drive nutzen: „Bei Google Drive muss man sich fragen, wo gehen die Daten noch durch? Auf Sciebo haben Studierende die Möglichkeit, ein Dokument zu erstellen, es mit Anderen zu teilen, um zusammen eine Hausarbeit zu schreiben oder ein Referat vorzubereiten. Das ist dann mit dem europäischen Datenschutz abgesichert.”

Für Studierende mit einer Sehbeeinträchtigung ist es möglich, die meisten Lernmaterialien so aufzubereiten, dass sie nutzbar sind, erklärt Marianne Wefelnberg vom E-Learning-Team: „Bei der Einführung von Tools achten wir auf die Barrierefreiheit. So ist Moodle beispielsweise barrierefrei aufgesetzt und die Menüführung kann unter anderem auf Englisch, Französisch oder Türkisch angezeigt werden. Auch seitens der UB gibt es da einige Möglichkeiten.” Hier ist wichtig, dass ihr als Studierende an die Lehrenden herantretet und erfragt, ob es ein solches Angebot gibt oder ob Materialien auch barrierefrei zur Verfügung gestellt werden können.

Grundsätzlich freut sich das E-Learning-Team über eure Ideen und Vorschläge: „Nutzen Sie die Angebote, die Ihnen die Lehrenden und die Universität machen, werden Sie aber auch selber aktiv. Wir würden uns zum Beispiel sehr freuen, wenn sich Studierende bereit erklären, beim E-Learning-Netzwerktag 2020 teilzunehmen oder sogar einen Workshop mitzugestalten.” 

Bildquelle: Lizenzfreies Bildmaterial von pixabay

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