Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

RATGEBER & TERMINE

Dienstuntauglich

<img class="alignleft size-full wp-image-1265" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2013/01/Ekelbaron1-294x300.png" width="175" height="179" />Otto von Bismarck sagte einst: „Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten helfen die besten Gesetze nichts.“ Damals war der Beamte die Zierde seiner Nation. Selbstlosigkeit und Loyalität waren seine Tugenden. Eiserne Disziplin und unbedingte Pflichterfüllung. Der heutigen Gesellschaft hingegen gelten derlei Tugenden als überholte Atavismen. Selbstverwirklichung, Aufstieg und Autonomie verspricht sie noch dem geringsten ihrer Mitglieder.
 

Lutherey zum Weihnachtsfeste

<a href="http://akduell.de/2012/12/lutherey-zum-weihnachtsfeste/ekelbaron1-294x300-3/" rel="attachment wp-att-1011"><img class=" wp-image-1011 alignleft" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/12/Ekelbaron1-294x3001.png" width="212" height="216" /></a>Martin Luther war eine gar widerliche bürgerliche Person, die besessen davon war, die eigenen Vorstellungen an die Stelle uralter Wahrheyten zu stellen. Zur Weihnachtszeit wollen wir dennoch ein Lied Luthers darbieten, wenn auch mit einem verbesserten Text. Wir kommen schließlich nicht vom Himmel hoch, sondern lediglich aus hohem Hause. Auch glauben wir nicht, daß es möglich ist, Christentum und Bürgertum anders zu vereinbaren, als in Demut, was Herrn Luther offensichtlich ein Fremdwort gewesen ist. Von derartigen Tölpeln lassen wir uns selbstverständlich nicht das Weihnachtsfest verderben, also wollen wir nun singen:<br />
 

Gegendarstellung

<a href="http://akduell.de/2012/12/gegendarstellung-2/ekelbaron1-294x300-2/" rel="attachment wp-att-971"><img class="alignleft wp-image-971" alt="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/12/Ekelbaron1-294x300.png" width="235" height="240" /></a>In der Ausgabe der Welt vom 15.12.2012 veröffentlichte der bürgerliche Schreiberling Richard Herzinger unter der Überschrift <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article112032828/Ueber-die-Ausloeschung-der-buergerlichen-Welt.html" target="_blank">„Über die Auslöschung der bürgerlichen Welt“</a> einen Artikel, in dem u.a. behauptet wird:
 

Zur sogenannten Rechten

<a href="http://akduell.de/2012/12/zur-sogenannten-rechten/ekelbaron-6/" rel="attachment wp-att-844"><img class=" wp-image-844 alignleft" style="margin-left: 0px; margin-right: 15px;" alt="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/12/Ekelbaron1-294x300.jpg" width="235" height="240" /></a>Der Bürger verachtet die horizontale Schichtung der Gesellschaft, also ignoriert er sie. Die bloße Existenz von Schichten und Klassen stört seinen Gerechtigkeytssinn, daher teilt er politische Parteien nicht nach dem Stand ein, den sie vertreten, sondern nach rechter oder linker Meinung.
 

Das Imperium exportiert zurück

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/12/Ekelbaron.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-789" style="margin-left: 20px; margin-right: 20px;" title="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/12/Ekelbaron-294x300.jpg" alt="" width="294" height="300" /></a>Der Deutsche Michel schläft unruhig: 1,34 Milliarden Chinesen könnten ihm bald die Exportweltmeisterschaft streitig machen. China ist ihm nicht mehr als kommunistisches Schreckgespenst oder hundefressender Halunke eine Gefahr, sondern als Konkurrent auf dem Weltmarkte.
 

Zum biologischen Geschlechte

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/11/Ekelbaron.jpg"><img class="alignleft wp-image-636" title="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/11/Ekelbaron-294x300.jpg" alt="" width="246" height="253" /></a>Man könnte denken, die übrige Redaktion sei mehr am Zeichnen als am Schreiben interessiert, so voller Sternchen ist diese Zeitung. Wir haben uns dieser Maßnahme verweigert, weil wir die Betonung unseres Adelsgeschlechts für wichtiger befinden als die ständige Betonung des sozialen Geschlechtes, die in bürgerlichen Kreisen vorherrscht.
 

Gut und Böse aus bürgerlicher Sicht

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/11/Ekelbaron1-294x3001.png"><img class="alignleft wp-image-488" title="Ekelbaron1-294x300" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/11/Ekelbaron1-294x3001.png" alt="" width="247" height="252" /></a>Mit ihrem Loblied auf Vierteilung und Vergewaltigung haben zwei nicht mehr ganz junge Barden <a href="http://akduell.de/2012/11/biedermeier-oder-brandstifter/">jüngst für Wirbel gesorgt</a>. Das Volk hätten sie damit verhetzt, so der Vorwurf einiger jugendlicher Radikalinskis, den die bürgerliche Staatsanwaltschaft letztlich nicht bestätigt finden konnte.
 

Zur Oekonomie des Flaschenpfandes

<a href="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/11/Ekelbaron1.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-429" title="Ekelbaron" src="http://akduell.de/wp-content/uploads/2012/11/Ekelbaron1-294x300.png" alt="Der Ekelbaron meldet sich zu Wort" width="294" height="300" /></a>Der aufgeklärte Bürger kniet nicht mehr nieder vor Gott und dem Kaiser, der Bürger bückt sich vor der Mülltonne. <a href="http://akduell.de/2012/11/kunst-bierkasten-statt-wohltatigkeits-pr/">Pfand stellt er ab</a>, damit der arme Sammler es leichter habe. Es ist gleichsam die Fast-Food-Variante des Sankt Martin-Mythos: Der Bürger trinkt das Bier und gibt dem Armen die Flasche.